„Das kennen wir. Wenn man Sie allein läßt, werden Sie das Weite suchen. Nein, nein, wir werden Sie schon hinbringen zu Ihrem Vater, er wird Sie schon strafen.“
Wladja wurde rot und seufzte tief auf. Die Gegenwart dieses brutalen, finstren Mannes war ihm unleidlich und widerwärtig. Um Peredonoff zu erweichen, beschloß er, dessen Sitz im Wagen so bequem wie möglich herzurichten.
„Ich werde es schon so machen,“ sagte er, „daß Sie ganz vorzüglich sitzen sollen.“
Und eilig lief er an den Wagen. Die Werschina sah ihm nach, lächelte schief, paffte und sagte leise zu Peredonoff:
„Sie haben große Angst vor ihrem Vater. Er ist sehr streng.“
Martha wurde rot.
Wladja wollte eigentlich eine neue englische Angel mitnehmen, welche er für sein Taschengeld gekauft hatte, und noch allerhand andere Dinge, aber sie nahm zu viel Platz fort. Und der Junge trug alles wieder ins Haus zurück.
Es war nicht heiß. Die Sonne neigte sich zum Westen. Der Weg war noch feucht vom Regen, welcher am Morgen gefallen war und staubfrei. Der Wagen mit seinen vier Insassen rollte gleichmäßig über den Schotter; das gutgefütterte, graue Pferdchen trabte munter, als hätte es gar keine Last zu ziehen, und der faule schweigsame Knecht lenkte es mit nur den Erfahrenen bemerkbaren Bewegungen der Zügel.
Peredonoff saß neben Martha. Ihm war so viel Platz eingeräumt worden, daß Martha es sehr unbequem hatte. Das bemerkte er aber nicht. Und wenn er es auch bemerkt hätte, so hätte er gedacht, daß das ganz in der Ordnung sei: er war doch der Gast.
Peredonoff fühlte sich sehr gemütlich. Er beschloß, liebenswürdig mit Martha zu reden, etwas zu scherzen, sie zu erheitern. Er begann so: