Peredonoff wollte sie ärgern und erzählte, daß er bei Martha gewesen sei. Warwara schwieg still. Sie hatte ja den Brief der Fürstin in Händen. Wenn er auch gefälscht war, immerhin ....

Beim Frühstück sagte sie schmunzelnd:

„Während du dich mit der Martha herumgetrieben hast, habe ich in deiner Abwesenheit eine Antwort von der Fürstin erhalten.“

„Was hast du ihr denn geschrieben?“ fragte Peredonoff.

Sein Gesicht wurde lebhaft vor lauter Erwartung.

Warwara sagte lachend:

„Sei doch kein Narr, du hast mir doch selber befohlen, ihr zu schreiben.“

„Was schreibt sie denn?“ fragte Peredonoff erregt.

„Da ist der Brief; lies ihn selber.“

Warwara wühlte in allen Taschen, als suchte sie den irgendwohin gesteckten Brief. Endlich hatte sie ihn und gab ihn Peredonoff. Er schob seinen Teller beiseite und verschlang gierig jede Zeile des Briefes. Jetzt hatte er ihn durchgelesen und wurde sehr froh. Endlich ein klares und bestimmtes Versprechen. Irgendwelche Zweifel kamen ihm nicht. Er aß schnell zu Ende und ging den Brief seinen Bekannten und Freunden zu zeigen.