Schnell und lebhaft ging er zum Garten der Werschina. Diese stand wie fast immer am Pförtchen und rauchte. Sie war sichtlich erfreut: früher mußte man ihn immer hereinbitten, jetzt kam er ohne Aufforderung. Die Werschina dachte bei sich:

„Da sieht man es, er ist mit der Martha spazieren gefahren, mit ihr längere Zeit zusammengewesen und kommt schon wieder gelaufen. Vielleicht will er um sie anhalten?“ dachte sie freudig erregt.

Peredonoff enttäuschte sie sofort, er zeigte ihr den Brief.

„Sehen Sie,“ sagte er, „Sie haben immer gezweifelt. Die Fürstin hat doch geschrieben. Bitte, lesen Sie doch!“

Die Werschina blickte mißtrauisch auf den Brief, blies einige Male Rauch darauf, lächelte schief und fragte schnell und leise:

„Wo ist der Umschlag?“

Peredonoff erschrak. Er überlegte, daß Warwara ihn mit dem Brief hätte betrügen können, wenn sie ihn ganz einfach selbst geschrieben hatte. Man mußte sich so schnell als möglich nach dem Umschlag erkundigen.

„Ich weiß nicht,“ sagte er, „ich will nachfragen.“

Er verabschiedete sich eilig von der Werschina und kehrte schnell nach Hause zurück. Er mußte so bald als möglich über den Ursprung dieses Briefes Klarheit haben; der plötzliche Zweifel quälte ihn entsetzlich.

Die Werschina blieb an der Pforte stehen und blickte ihm nach; sie lächelte schief und rauchte eifrig ihre Zigarette, so als hätte sie eine Arbeit bis zu einem bestimmten Termin zu vollenden.