zusammentun. Das wäre kein Hinderungsgrund.«
»Ja, das ließe sich machen,« antwortete Martha – »Nur ...«
»– Du hast mir neulich angedeutet,« sagte Rolfers bedächtig, »daß deine Stellung durch den Krieg in Frage gestellt ist. Ich muß jemand haben, der mir hilft. Es ist doch auch geschäftlich immerfort etwas zu erledigen. Deine Art kenne ich einmal. Es ist eine rein praktische Frage. Nimm sie auch so. Vielleicht hast du selbst schon an etwas Ähnliches gedacht?«
»Zuweilen habe ich daran gedacht,« gestand die Frau zögernd.
»Also! – Ohne Verbindlichkeiten für die Zukunft, so wenig von deiner wie von meiner Seite.«
»Nein!« rief Martha hastig. »Es geht doch nicht! Ich kann mich nicht dazu entschließen!«
»Sage mir offen deine Gründe – wir reden ruhig darüber.«
»Du wirst lachen, wenn ich sage: mein armes eingeschränktes Leben ist mir wert geworden. Ich mag’s nicht aufgeben. Wie es war, war’s harmonisch – friedlich.«
»Kann unser Zusammenleben nicht auch friedlich sein? Ich hoffe es. Für Kampf bin ich nicht mehr gestimmt – wenigstens nicht für einen Kampf mit dir!«
»Ach, Franz – das sagt man so. Nachher ist’s doch anders. Jeder will etwas für sich und der andre weiß nichts davon und will das Gegenteil. Und so quält man sich ...«