Im Aristoteles ("Oekonom." 1, 6) lesen wir: "Καὶ τὸ τοῦ Πέρσου, καὶ τὸ Λίβυος ἀπόφθεγμα εὖ ἂν ἔχοι· ὁ μὲν γὰρ ἐρωτηθεὶς τί μάλιστα ἵππον πιαίνει,
ὁ τοῦ δεσπότου ὀφθαλμὸς
ἔφη· ὁ δὲ Λίβυος, ἐρωτηθεὶς ποία κόπρος ἀρίστη, τὰ τοῦ δεσπότου ἴχνη, ἔφη." "Sowohl des Persers, wie des Libyers Ausspruch ist gut, denn Jener sagte auf die Frage, was ein Pferd am Besten mäste:
Das Auge des Herrn;
während der Libyer auf die Frage, welcher Dünger am Besten sei, sagte: des Herrn Fussstapfen". Columella (4, 18) vermengt diese Worte, indem er schreibt: "oculos et vestigia domini res agro saluberrimas", "die Augen und Fussstapfen des Herrn seien die heilsamsten Dinge für den Acker", und Plinius ("Nat. hist.", 18, 2) kürzt dies also: "majores fertilissimum in agro
oculum domini
esse dixerunt".—"Die Altvordern sagten, am fruchtbringendsten für den Acker sei das Auge des Herrn".—
Im Aristoteles ("Analyt." prior. B. 18 p. 66 ed. Bekker) steht: "Ὁ δὲ ψευδὴς λόγος γίνεται παρὰ τὸ πρῶτον ψεῦδος", "der falsche Satz entspringt dem falschen Grundgedanken" oder "die falsche Conclusion der falschen Prämisse". Hieraus stammt für "Grundirrtum"
Das πρῶτον ψεῦδος,
das wir jedoch nach dem Sprachgebrauch, der "ψεῦδος" nicht als "Irrtum" sondern als "absichtliche Täuschung" nimmt, oft als "Grundbetrug" oder "Urlüge" aufzufassen und theologisch anzuwenden geneigt sind.—