Im Gedichte W. Langland s (Mitte des 14. Jahrh.) "Piers Ploughman's Vision" V. 12, 908 heisst es:

Clarior est solito post maxima nebula (sic!) Phoebus. Glänzender scheinet, als sonst, nach mächtigen Wolken die Sonne.

Das Citat ist in dieser unrichtigen Form durch Jahrhunderte bis in Binders "Novus Thesaurus Adagiorum Latinorum" (2. Ausg., Stuttgart 1866) gewandert; berichtigt, enthält es das bekannte, schon in Sebast. Francks "Sprichwörter" (1541, II, 104a) aufgenommene:

Post nubila Phoebus. (Nach Wolken die Sonne).

Vielleicht beruht das Wort auf Tobias 3, 23: ". . . nach dem Ungewitter lässest du die Sonne wieder scheinen".—

In dulci iubilo . . . In süssem Jubel . . .

beginnt ein Weihnachtslied, das aus einer des Mystikers Suso Leben enthaltenden Handschrift des 14. Jahrh. stammt und somit nicht, wie oft behauptet wurde, von dem 1440 gest. Petrus Dresdensis herrührt (s. Hoffmann v. Fallersleben: "In dulci jubilo" S. 8. Hannover 1854). Das Wort findet sich später in Studentenliedern und hat dort den Sinn von in "Saus und Braus".—

De omni re scibili et quibusdam aliis Über alles Wissbare und einiges Andere

wird auf Giovanni Pico, Graf. v. Mirandola († 1494) zurückgeführt, der in Rom (1486) 900 Thesen bekannt machte, die er sich öffentlich zu verteidigen erbot. In der elften rühmt er sich, vermittelst der Zahlen zur Entdeckung und zum Verständnis von Allem zu gelangen, was man erfahren könne (ad omnis scibilis investigationem et intellectionem). Citiert wird auch:

De omnibus rebus et quibusdam aliis.— Fortiter in re, suaviter in modo Stark in der That, milde in der Art