Phot. Underwood & Underwood.

Abb. 162. Sportbetrieb bei den Eskimo.

Die Eskimo sind große Freunde von allerhand Sport, wie Ringen, Springen, Speerwerfen.

Jeder verheiratete Eskimo hat den Wunsch, männliche Nachkommenschaft zu erhalten. Für ihre Kinder haben die Eltern sehr viel übrig; sie behandeln sie mit einer solchen Sorgfalt und Liebe, wie man es unter den obwaltenden ungünstigen Verhältnissen nicht erwarten sollte. Von der Wiege bis zum Grabe muß der Eskimo um sein Dasein kämpfen, und dennoch tut er für seine Kinder, was er nur irgend kann. Ja vielfach beschränkt er sich nicht auf die eigenen Kinder, sondern nimmt auch bereitwillig Waisen an, selbst wenn er schon eine Anzahl Kinder zu versorgen hat. Diese angenommenen Kinder behandelt er dann mit derselben Güte und Gewissenhaftigkeit wie seine eigenen. — Die kleinen Kinder werden allgemein rücklings über den Schultern in einer Art Tasche, einer Erweiterung des Oberkleides, getragen, die mit Seehund- oder Renntierfell ausgefüttert ist und den Kleinen einen behaglichen, warmen und gesicherten Unterschlupf gewährt. Dadurch wird die Mutter nicht an der Ausführung ihrer Arbeit und sonstigen Pflichten gehindert.

Mit Erl. der Mährischen Mission.

Abb. 163. Ein geöffnetes Eskimograb.

Sehr oft werden die Gräber durch umherschweifende Hunde oder gewaltige Stürme freigelegt.

Phot. Dr. S. K. Hutton.