Phot. George Wharton James.

Abb. 174. Inneres eines Pueblohauses.

Es birgt Körbe mit Feldfrüchten, schön verzierte Wasserkrüge sowie eine Kornmühle, an der die Frau im Hintergrunde gerade beschäftigt ist. An der Wand hängt ein hausgewebter Sack mit symbolischen Zeichnungen.

Tänze sind indessen nicht die einzigen religiösen Handlungen, mit denen die Indianer sich ihren höheren Mächten nähern. Die Navajo zum Beispiel tanzen wenig, sie lassen dafür ihre Priester Gebete an die Götter richten und fromme Lieder dazu singen, auch ihnen Perlen- oder Federschmuck sowie Zigaretten opfern, die sie mit feststehenden Mustern bemalen. Ihre eigenartigste Anbetung besteht jedoch in der Herstellung heiliger Bilder im Sande, den sie auf dem Boden ihrer Medizinhütten ausbreiten. In ihm stellen sie Götterbildnisse nach überlieferten Mustern dar, indem sie Pulver verschiedener Färbung auf den glatten Sand streuen. Außerdem wird als Opfergabe noch Blütenstaub oder Maismehl über diese Figuren gestreut. In Krankheitsfällen werden Prisen des heiligen Sandes als Medizin verabreicht, bei einem lahmen Fuß zum Beispiel etwas von dem die Füße bildenden Sande, bei Kopfschmerz Sand vom Haupte des Gottesbildes und so weiter. Was dann von dem Bilde noch übrig bleibt, wird hinausgefegt.

Die Puebloindianer blasen bei ihren gottesdienstlichen Handlungen Daunenbläschen in die Luft, damit diese zusammen mit ihren Gebeten in die Höhe steigen.

Phot. C. C. Pierce.

Abb. 175. Puebloindianerin.

Sie trägt eine Olla auf dem Kopfe, ein etwa vierzig Pfund schweres poröses Wassergefäß einheimischer Herkunft; der wollene Rock und die Mokassins aus Buckskin sind gleichfalls einheimische Arbeit, während die baumwollene Bluse und das Kopftuch Industrieerzeugnisse sind.