Kopfschüttelnd blieb er zurück.

Schon nach dem Kaffee fuhren sie vom Hof herunter in demselben Schlitten, den Hedwig heute vormittag benutzt hatte.

In dem gemütlichen Försterhäuschen mitten im Walde ging es hoch her. Vielstimmiger Gesang, Geigen- und Trompetenklang empfingen sie schon bei ihrer Ankunft. Der Förster hatte von der benachbarten Akademie mehrere Forsteleven, selbst einen Assessor eingeladen. Der hatte seine Geige mitgebracht zur Verschönerung des Festes. Auch des Pastors Töchterlein war da.

In einer der braungetäfelten Stuben mit den vielen Hirschgeweihen brannte noch der Tannenbaum. Darunter saß das blonde Töchterchen der Forstleute in seinem Wägelchen und streckte die Arme nach den Lichtern aus.

Hedwig nahm das Kind in die Höhe und küßte es. Als sie sich umwandte, stand Wilms hinter ihr, dessen Augen mit besonderem Ausdruck auf ihr ruhten.

Er hatte sich in tiefster Seele gedacht: »Warum gehört mir dieses schöne Weib nicht und dieses Kind?« Langsam fuhr er sich über die Stirn und ging zu den Männern.

Es wurde spät.

Der Abend verfloß in lauter Fröhlichkeit.

Hedwig wurde von den jungen Leuten der Hof gemacht, Paula Schirmer schmiegte sich an sie, sie mußte singen. Zum Schluß spielte der Forstassessor zum Tanz auf. Da war es selbstverständlich, daß das Mädchen von einem Arm in den andern flog. Nur Wilms stand ernsthaft beiseite, er hielt es für unpassend zu tanzen, solange sein Weib fern in der Klinik weilte.

Stirnrunzelnd überkam es ihn, als ob seine Jugend in Trauer verfließe. Und wie anmutig Hedwig tanzte, sie lenkte aller Augen auf sich, nur zu wild erschienen ihm manchmal ihre Bewegungen, es lag dann etwas Rasendes darin.