»Hilfe – – Hilfe.«
Dann ein dumpfer Fall.
»Arm’ Fru,« ächzte der greise Knecht und beugte sich zu ihr hinab, »arm’ Kinding, sei hed di ümbracht, de anner Dirn.«
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Aber Else war nicht gestorben.
»Klang das nicht wie ein Hilferuf?« fragte Hedwig die Obermagd, mit der sie gemeinsam in der Molkerei weilte. Auch Dörthe hatte den schrillen Ruf vernommen. Als sie nachforschten, fanden sie die Herrin des Hauses unter dem Unkraut des Grabenbords hingestreckt, weiß wie eine zertrümmerte Statue, die, in Schmutz und Unrat, der Vergessenheit anheimgefallen.
Ein zerschlagenes Menschenbild.
Beim Fall hatte sie einen Stein gestreift, eine blutige Narbe zog sich davon über die Stirn.
Da warf sich das schöne Mädchen in die Knie. Ihr Mund öffnete sich:
»Ist – sie tot – Dörthe?«