Immer heimlicher und dämmernder wurde es um sie herum, hinter Baum und Strauch quollen lichte, weiße Nebel hervor, und die beiden verängsteten Menschen konnten kaum noch ihre Züge erkennen.

»Heting, nun geh zu meiner Frau,« forderte endlich der Pächter undeutlich, indem er noch tiefer in den Schatten der Laube rückte, »und sieh dich um, warum der Doktor gar nicht zurückkommt.«

Damit sank die große Gestalt wieder in sich zusammen und brütete so verloren vor sich hin, daß der Landmann nicht bemerkte, wie Hedwig seinem Wunsch nicht Folge leistete, sondern still neben ihm sitzen blieb.

Endlich strich sie sich das Haar aus der Stirn. Das gewahrte Wilms.

»Hedwig, wolltest du nicht – –?«

»Nein, Schwager, ich gehe nicht zu deiner Frau.«

»Du – gehst nicht?«

»Nein – nicht – bitte, Wilms – laß mich nicht mehr hinein.«

»Ja – aber – Heting, warum denn?«

»Weil – weil ich mich vor ihr fürchte,« kam es bebend über ihre Lippen.