Der Pastor legte sanft die Karten auf den Tisch.

»Na hören Sie mal, Wilms« – sagte er bedenklich, »so was ist noch gar nicht dagewesen – haben die Treffzehn blank und werfen Sie mir nicht ’rein?«

»Ja, und ziehen dem geistlichen Herrn das Geld aus der Tasche?« schrie der Physikus.

»Worüber grübeln Sie denn immerfort? Müssen auch nicht zu viel an Ihre Frau denken.«

An seine Frau? Ja, er grübelte und quälte sich und sann – – aber die Hände mit den Karten begannen ihm vor Schreck zu zittern, bleischwer fiel es ihm aufs Herz, er dachte ja gar nicht an sein unglückliches Weib, all seine Erinnerung galt der Jüngeren, diesem herrlichen jungen Geschöpfe, dessen Bild er nicht bannen konnte, das er immer wieder sah, weiß und rosig, so wie damals als sie ihre junge Schönheit dem Regen preisgab. Den Sinn verwirrte es ihm noch.

Und sie wollte zu ihrem Vater zurückkehren, und nicht zu ihm, nicht in dies Haus, das so leer war?

Die Herren spielten weiter. Noch ein paar Stunden, dann trennte man sich.

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Einige Tage verstrichen, emsig wurde geschafft, nur mit der Molkerei, die Wilms mit Hedwig eingerichtet, wollte es nicht mehr glücken. Hier fehlte die anordnende, weibliche Hand.

»Wenn das Fräulein man wieder da wär,« klagte die Obermagd eines Tages dem Landmann.