Damit wollte er ihr die Hand zum Abschied bieten, doch Line starrte ihn noch verwundert über seine letzten Worte an. Und achtungsvoller als sonst drang es endlich über ihre Lippen: »Hann, was du da sagtest, das war gar nicht so dumm.«

»O Lining,« wehrte er bescheiden ab, »ich dachte das bloß so — Und nun adschö.«

Er nickte, raffte die Körbe in die Höhe und wollte gehen.

Da faßte sie ihn noch einmal rasch bei der Hand und nahm gewandt einen der Briefe vom Tisch, die das alte Fräulein Dewitz uneröffnet hatte liegen lassen. »Hann,« flüsterte sie, »sieh den — weißt du, von wem der is?«

Hann schüttelte den Kopf. Wie konnte er das erraten? Der Brief war ja noch zu.

»Und die Schrift, kennst du die auch nicht?«

Hann betrachtete nochmals die feinen Schriftzüge und las den Poststempel, der Brief kam aus Hamburg. I, woll, der konnte von seinem Bruder Bruno stammen.

Eifrig nickte Line: »Ja, ja — und weißt du, was drin steht? Heute morgen erwartet ihn der Konsul schon. Er ist vielleicht bereits hier.«

»Bruno?«

Sie nickte, strich sich über die Haare und warf einen Blick in den Mahagonispiegel in der Ecke.