»Ja, ja, altes Haus,« lachte der andere, »jetzt freu' dich mal.«
»Ja, ich freue mich, — ich freue mich.«
Er sah im Moment nicht mehr die elegante Hülle des Jüngeren, die ihn anfangs befremdet hatte, er erkannte nur die gesunden, ihm so lieben Züge des Bruders und zog ihn weiter ins Zimmer.
Der Ankömmling blickte sich verwundert um. Die Kahlheit des Raumes, der Tabaksgeruch und die derben Möbel schienen ihm wenig zu gefallen.
»Wohnst du noch immer so häßlich?« fragte er ein wenig mitleidig, während er dem Theologen gutmütig die Wange streichelte.
Der andere entzog sich der Liebkosung. Dergleichen schien ihm vor seinem Schüler unpassend.
»Häßlich?« fragte er. — »Es ist doch hier alles recht bequem?«
»Na ja, dagegen will ich nichts einwenden,« lenkte Bruno ein und setzte sich auf den Stuhl am Fenster. Ohne den Zylinder abzunehmen, zeichnete er mit seinem Ebenholzstock ungeduldig auf dem Estrich herum. Es sah ganz aus, als wolle er nur wenige Minuten bleiben.
Paul blickte ihn bekümmert an: »Willst du denn nicht ablegen?«
»Natürlich — gewiß — bloß ich dachte —« er deutete auf den Quartaner, der die Ohren spitzte.