»Jawolling,« äußerte er endlich behaglich, »einen Gruß.«
»Von wem?« fragte Siebenbrod, der gerade nach einer neuen Spule griff.
Als oll Kusemann sich nach so langer Zeit gefragt sah, stieß er ein befriedigtes Knurren aus und pfiff leise.
»Von einem feinen, feinen Herrn,« gab er wichtig zurück und tat, als ob er ein großes Geheimnis auspacken könnte. »Ich traf ihn auf dem Werftbüro.«
»Wohl unsern Bruno?« warf Mudding rasch dazwischen, ohne daß sich jedoch ihr unbewegliches Gesicht irgendwie verändert hätte.
»Nein, beim Vornamen,« meinte der Lotse wichtig, »würd' ich ihn doch nich mehr so ohne weiteres nennen. Dazu is er mich nun doch zu fein. — Ja —« er hustete, blies ein paar künstliche Ringe und blinzelte durch die Kreise hindurch Siebenbrod verstohlen an. »Ja, was ich sagen wollt', in den verschiedentlichen Büros erzählen sie nämlich, daß er nun bald einer von Hollandern seine Stellvertreter werden wird. — Ja, ja, so was kommt vor. Und dann — — —« Er schluckte und suchte mit seinen schiefgestellten Augen zu ergründen, ob die Klüths nicht doch einmal neugierig werden könnten. Aber die Familie flickte gleichmütig fort.
»Und dann — hm — da is ja noch eine Tochter. Na, die Leute sagen woll bloß so — aberst so was kommt doch auch vor. Nicht so?«
Auch diese Nachricht fing nicht. Alle blieben lautlos bei ihrem Werk. Nur Siebenbrod rührte sich, rückte an dem Kessel und lauschte dann nach draußen, von wo durch den Sturm hindurch Schweinegrunzen laut wurde.
Dann fragte er: »Mudding, haben sie all?« womit er das Futter meinte, und nachdem die kleine Frau bejahend genickt hatte, hörte man wieder nichts als das Klappern der Nadeln.
»Na, wenn sie nicht wollen,« dachte der Lügenlotse gleichmütig, streckte die Beine von sich und fing an, unter mächtigem Dampfblasen für sich allein zu erzählen.