»I, warum sollt' so was nicht passieren? — Ich hab' da man in meine Jugend gelesen — von die Kaiserin Katharina; die hat ja woll — hm — na, ihren Kutscher geheiratet — Und als sie den über hatte, dann alle paar Monat einen andern Kosaken. Weißt woll noch, Hann? — Die so viel Flöh' haben?«

In diesem Augenblick stieß ein mächtiger Windzug in den Schornstein, das Feuer flackerte nach allen Seiten auseinander, und eine ätzende Rauchwolke schlug durch den Raum.

»Puh,« hustete oll Kusemann. »Nu müßt' man einen Grog für die Kehl' haben.«

Auf diese Andeutung blickte Hann schnell zu seiner Mutter hinüber. Doch die kleine Frau schlug ängstlich die Augen nieder, und Siebenbrod hob sein Haupt und zählte.

Nebenan knarrte die Uhr.

Sieben — acht — neun.

»'s wird Zeit ins Bett, Mudding.«

»Ja — ja —«

»Aber der richtige Augenblick wär's für so einen kleinen Schlummerpunsch,« faßte der Lotse nach.

Siebenbrod erhob sich. Dann gähnte er. Er hatte durchaus nicht die Absicht, diesen ewig durstigen Lügner, der ihn mit seiner Sparsamkeit aufzog, zu tränken.