Erst schauten die beiden schweigend eine Weile auf die schneeweiße Landstraße hinaus, wo ihre Schlittenpferde unter den Decken dampften, dann brachte eine halbwüchsige Wirtstochter Glühwein, und die beiden jungen Leute stießen miteinander an. Sie blickten sich dabei in die Augen, der junge Mann herausfordernd, als ob er auf des jungen Mädchens Gesundheit tränke, was sie nur schnippisch und mit einem Achselzucken aufnahm. Wohlig strömte das heiße Getränk ihnen durch die Glieder. Line reckte sich, ihre Wangen, auf denen im Sonnenlicht ein feiner Flaum zitterte, färbten sich dunkler. Mit einer raschen Bewegung zog sie den Handschuh von der einen Hand und klatschte ihrem Begleiter damit leicht auf die Finger.

»Du,« forderte sie, indem sie sich ein wenig über den Tisch bog, »eh' es langweilig wird, erzähl' was. Von dir.«

»Von mir?«

»Ja, weißt du noch, wie wir damals, bevor du zu Hollander gingst, zusammen auf der Mauer im Hain saßen, und was du mir da alles erzähltest? Sag' mal, ist davon schon etwas in Erfüllung gegangen? — Hast du Hoffnung, bald reich zu werden?«

Bruno warf sich in die Brust und drehte überlegen an seinen goldenen Ringen.

»Ich habe vorläufig viertausend Mark Gehalt,« warf er stolz hin, während er sich unternehmend durch sein Gelock fuhr.

»Das ist nicht viel,« äußerte sie bestimmt.

Er wurde eifrig.

»Aber in wenig Wochen schon werd' ich Prokurist.«

»Bekommst du dann mehr?«