Der Oberstabsarzt bemerkt gegen den Landrat, daß dieses Hermsmühl in seinem Kreise doch ein höchst ungesundes Loch sein müsse.

Als aber auch bei den nächsten drei Hermsmühlern, die zwar verschüchtert über nichts zu klagen haben, unter großer Zufriedenheit des Untersuchenden »starkes Herzklopfen« festgestellt wird, pfeift der Oberstabsarzt eine kleine Tonleiter, und von irgendwoher fällt ein unterdrückter Fluch: »Die Bande.«

Inzwischen ist es sehr still im Zimmer geworden. Die Hermsmühler stehen in einer Ecke zusammengepfercht wie ein Häuflein nackter Sünder, das auf den Henker lauert.

Hann perlt der Schweiß von der Stirn, obwohl sein entkleideter Körper vor Kälte zittert.

Er merkt, daß hier »nicht alles richtig« ist.

Da —

»Johann Klüth,« ruft es von dem Unteroffizierstisch. Er stottert etwas, wird von seinem Freund Hoffmann unter den Galgen befördert, der Querbaum fällt ihm nicht gerade sanft auf den Kopf, und eine geringschätzige Stimme meldet: »1,65.«

»Klüth — Johann — 1,65,« rapportieren die beiden monotonen Echos gleichgültig.

Was nun kommt, gleitet wie ein Traum vorüber. Er befindet sich unter den Händen des dicken Herrn, es wird etwas von einem gesunden Herzen gesprochen.

Hierauf allerlei unverständliche Bemerkungen, und dann das bedauernde Wort, daß es sehr schade wäre, aber der Mann hätte linksseitig einen kürzeren Fuß.