»Wer will unter die Soldaten,
Der muß haben ein Gewehr,
Der muß haben ein Gewehr,
Das muß er mit Pulver laden
Und mit einer Kugel schwer.«


XI

Da ward aus Abend und Morgen der andere Tag.

Der Mittelarrest hatte, wie alles Leid auf der Welt, auch sein Gutes. Hann fand, daß er noch niemals so ungestört hätte nachdenken können wie hier. Denn immer wurde er in Moorluke davon aufgescheucht, einmal von Siebenbrod, oder von Mudding, am meisten jedoch durch oll Kusemanns unzeitige Späße.

Hier aber, ja hier hatte man solche Leute woll ordentlich lieb. Draußen auf dem Gange patrouillierte sogar direkt ein Aufseher auf und nieder, damit nur alles hübsch still bliebe, und nichts ihn störe.

Ja, ja, für die Gedanken war das doch eigentlich ein wunderhübscher Raum. Man brauchte nichts zu arbeiten, und wie pünktlich dabei noch für einen gesorgt wurde.

Da stand schon wieder der Krug mit frischem Wasser und daneben ein neues halbes Kommißbrot, und der Gefangene streifte sie mit einem dankbaren Blick.

Nur etwas kalt war es ja, den Ofen hatte man wahrscheinlich vergessen, allein dafür blieb ihm schließlich die wollene Schlafdecke. Und er schlug sie um sich und hockte nun, bis zur Nasenspitze eingehüllt, auf der Pritsche und sah aufmerksam in die eine graue Ecke, wo sich eine Spinne ein dickes Gewebe gebaut hatte.

Langsam, langsam, wie Wanderer, die mühsam über ungepflasterte Landstraße dahertappen, kamen und gingen die Gedanken.