Der Hagere sah ihn an, verständnislos, als habe er gar nicht auf die Worte des anderen geachtet, nickte und beugte sich wieder über Bord, um die ganze Fahrt in das schwarze, strudelnde Wasser zu starren.
Den Fischer beachtete er nicht mehr, sprach kein Wort mit ihm, erkannte ihn wohl auch nicht einmal, wenn sein Auge zufällig auf ihn fiel.
Ja, ja, wenn man bloß ein Fischer mit Transtiefeln an den Füßen war.
»Möller — Möller — bring' mich noch mehr. — Nun seh ich mein Hüsing nich mehr. — Hurra, nun seh ich wenigstens nichts mehr — das Haus nich und den Pastor nich, und die alte Frau nich — hol alle der Deuwel.«
Und dann zu Hause.
Wie die alte Frau in Ohnmacht lag, und wie Hann ihre Hände in kaltes Wasser tauchen mußte, und wie sie immer nach dem Spitzbuben rief. Und dann wollte sie auch mit ihrem Ältesten allein bleiben, und ebenso, wie beim Konsul, saß der Mann auf der Bank am Fluß und hielt die Hände in den Taschen und besah sich seine Pantoffeln, und dachte gemütlich: »Wie das woll wird?«
Aber dann kam's.
Dann kam's.
»Halunken, studierte Menschen, verrückte Weibsbilder, wollt ihr mich woll vom Leibe bleiben! Möller, Möller, zu trinken. — Was? — Nu sieh doch. Ihr wollt dem alten, lungrigen Fuchs, dem Hollander, sein Verlorenes wiedergeben? Hör ich auch noch richtig? — Möller, Möller, hast's auch gehört? Sie wollen fünfundzwanzigtausend Mark bezahlen? Ha — ha. Spaß, Spaß, das is ja bloß zum Lachen. Nein? Ihr habt keine ruhige Minute mehr? Und ihr meint das alles im Ernst? — Da soll ja der Satan — aber was schert mich das alles? Meinetwegen. Wenn ihr soviel Geld übrig habt. Immer zu. Mir ist allens recht. Mudding hat vielleicht soviel im Strumpf versteckt. Das nich? — Sondern meine Spar — kassen — bücher? Und — ah — das Haus?«