Die Luft blieb dem Manne aus, der mit kupferrotem Angesicht in dem einsamen Krugzimmer saß. In toller Wut schmetterte er ein Seidel auf das andere, daß die Scherben herumspritzten, und schleuderte das nächste gegen die Wand.

»Was? — was? — Mein Haus, mein Hüsing, — meine Bücher? Ihr seid woll mall? Ich hab' nichts — und ich geb' nichts. — Acht Jahr gearbeitet — im Wasser gelegen — und nu? — Und nu? — Bleibt mir vom Leibe, weg — weg.«

— — Wieder schrie er nach Bier.

Aber was geschah nun?

Er stierte vor sich hin. Er sah es noch einmal, ganz deutlich. Aus dem Stuhl, in dem sie so viele Jahre gesessen, richtete sich die gelähmte Frau auf, langsam, ganz langsam. Und sachte, ganz sachte, streckte sie die weiße Hand gegen ihn aus.

»Siebenbrod, ich hab' dir das Haus und das Geld so lange gelassen, — aber nu will ich es wieder haben.«

»Mudding — du willst — mich — mein Geld nehmen?«

»Siebenbrod, ich muß.«

»Mudding, überleg dich, wem gehört das alles?«

»Mir gehört es. Ich habe alles zugebracht, und das Haus und die Sparkassenbücher sind auf meinen Namen geschrieben.«