»Das wohl — das wohl, aber Mudding, das mit den Sparkassenbüchern hab' ich doch nur aus Vorsicht getan. Ich bitt' dich, um Gottes seiner Barmherzigkeit, du willst mir doch nich meine paar Groschen nehmen? Das einzige, was ich hab'?«

Ihr stürzten die Tränen aus den Augen. Sie sah aus, als ob sie sterben wolle: »Ich muß!«

»Nun dann — dann hol' euch alle zusammen der Deuwel« — heulte er auf, »dann weiß ich ja, mit wem ich's so lang zu tun gehabt hab' — hier — hier —«

Er war auf einen Schub zugewankt, und nun flogen ein paar Bücher auf die Erde, daß die Fetzen herumflattern — »hier, Pastor, hier hast du's — is 'ne ganze Masse — und das Haus auch, das wollte ja immer schon der Barbier haben. — Und die Küh — Herrgott, Herrgott, die Küh auch. Aber was geht mich das an? Ich sag' weiter nichts, als hol' euch alle zusammen der Deuwel, alle in einem Wagen. Ich hab' hier nichts mehr zu suchen.«

Und jetzt saß er in dem einsamen Krugzimmer, und draußen wirbelten die Blätter, und es wurde dunkler und nächtiger.

»Prost, Möller — prost. Wie dunkel das draußen geworden is. Schmeckt wunderschön, dein Bier. Aber wer kommt da? Is das nich oll Kusemann, der da reinkommt? Richtig, setz' dich hierher, oll Kusemann. Hab' dich früher nich leiden mögen, aberst heut bezahl ich alles. Hm, was sagst du?«

»Je, ich bin nich neugierig, Siebenbrod, aberst is es wahr, was mich Hann erzählt hat, daß du dein Haus — —?«

»Ja, ja, wird verkauft.«

»Huch — und das Vieh und die Boote auch?«