Damit ging er ehrbar seines Weges.
»Solch ein Kerl!«
Line kratzte mit den Nägeln an ihrer Schürze herum.
Das war nun der einzige, der sich nach ihr erkundigte. Paul, der neue Pastor, der jetzt auf dem Walsin amtierte, hatte seinen Bruder wohl schon einigemal besucht, aber immer wenn er eintrat, war Line rasch in Hanns Bodenkammer hinaufgesprungen oder durch die Küche auf die Seewiesen hinausgelaufen, um nicht mit dem Geistlichen zusammenzutreffen. Auch zu Siebenbrods wie Muddings Leichenbegängnis war sie nicht mitgegangen, sondern hatte sich, wie erschreckt, auf dem Boden des alten Hauses, das nun auch bereits dem Barbier gehörte, verkrochen. Und niemand hatte nach ihr gefragt. Selbst Hann schien dies Verstecken natürlich gefunden zu haben, denn er war nie mehr darauf zurückgekommen.
Die Einsame stieß ein zorniges Lachen aus.
Warum wohl Fräulein Dewitz nicht einmal herauskam? — Ach die! Die mochte bleiben, wo sie war! — Aber nicht ein einziges Mal sich erkundigen lassen? Das alte Fräulein hätte doch die Verpflichtung gehabt! — Und nun gar der Konsul Hollander oder Dina?
Line bedeckte plötzlich die Augen mit der Hand, denn das Gefühl des Ausgestoßenseins war übermächtig über sie hereingebrochen, dann jedoch, als ob sie sich dieses kurzen Nachgebens schäme, griff sie ebenso schnell nach dem Scherben von Spiegelglas und schleuderte ihn heftig auf die Erde.
An allem war nur Hann und dieses Katenhaus schuld.
»Da lieg.«