Die Splitter flogen herum.

»Lining,« sprach der eintretende Hann vorwurfsvoll und blieb breit unter der niedrigen Tür stehen.

Er trug noch ein feuchtes Netz in der Hand. Das Wasser lief an seinen großen Transtiefeln herunter.

»Guten Tag, Lining,« fuhr er nach einiger Zeit des Wartens fort.

»Guten Tag,« entgegnete sie gleichgültig, ohne sich nach den Trümmern umzublicken, und hob die Arme, um sich die gelockerten Flechten wieder zu festigen.

»Du hast wohl Ärger gehabt?« fragte Hann von neuem, indem er unausgesetzt die Scherben betrachtete, und ohne das Netz hinzulegen. Line rückte auf ihrem Stuhl hin und her. Wollte er sie etwa ausschimpfen?

»Nein,« erwiderte sie abgewandt, während sie zum Fenster hinaussah, »ich tat es nur aus Langerweile.«

»Aus Langerweile, Lining?«

Langsam ließ Hann das Netz zu Boden gleiten, fuhr sich schwerfällig durch die Haare und senkte dann in Gedanken das Haupt.

So lange lebten sie nun schon beieinander, Tag und Nacht war es sein eifrigstes Bestreben gewesen, sie auf bessere Wege zu bringen, und immer hatte er es nicht gewagt, ihr ein Wort der Mahnung vorzuhalten. Sie war so kurz angebunden, und sie stand ja auch so hoch über ihm, wenn auch jetzt das Unglück über ihr war. Aber heut, wo er wieder nur ein paar Heringe gefangen — kümmerlichen Pfennigerwerb — heute, wo ihm das Drückende seiner Armut immer deutlicher wurde, da beschloß er, ihr seine Lage zu beschreiben.