Muß doch mal hören, dachte sie im Innern belustigt, was die beiden dummen Menschen eigentlich miteinander vorhaben.
Und dann blinzelte sie durch den Türritz hindurch.
Drinnen stand Hann in seinem Sonntagsstaat und machte in seiner Verlegenheit eine Art Verbeugung, als Klara zu ihm eintrat.
»Guten Tag, Hann,« sagte die Besucherin freundlich.
Line hörte, wie Hann keine Antwort fand, sondern wortlos auf die schmucke Tracht des Mädchens starrte, die ihr in seinen Augen wohl etwas Vornehmes und Heiliges verlieh.
»Ja,« sagte Klara, die seine Bewunderung bemerkt haben mußte, »das ist unsere Sonntagskleidung — in der Klinik gehen wir einfacher.«
Auf eine Bewegung des Fischers ließ sich nun das Mädchen auf den Stuhl am Fenster nieder, auf dem Line sonst immer zu sitzen pflegte, während er vor ihr stehen blieb. Fast ohne Bewegung verharrte die plumpe Gestalt so, nur die Haare strich sie sich ein paarmal mühsam zurück.
»Nun hat er wieder Furcht, der dumme Peter,« dachte die Lauscherin an der Tür. »Welch ein unbeholfener Mensch.«
Schon wollte sie ihren Beobachtungsposten aufgeben, da nahm Klara endlich das Wort: »Ich wollt mich wieder einmal nach dir umsehen, Hann.«