»Was hast du da zu lesen?«
»Ein Theaterstück.«
Er ballte die Faust.
»Denkst du noch immer an solche Schauspielerstücke?« brach es rauh aus ihm heraus. »Ich meinte — —« Aber er unterdrückte das übrige, wandte sich schwerfällig und verließ mit Geräusch die Kammer, um nebenan bei den Muchows eine warme Erquickung zu suchen.
Line starrte hinter ihm her, dann ließ sie langsam, zögernd das Heft sinken und blinzelte träumerisch in das Flämmchen der Kerze.
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Doch der Beruf, der sie anzog, der leichte Flittertand, sollte noch dichter an ihr vorbeistreifen.
Oll Kusemann humpelte in die Küche.
Nur wenige Tage fehlten noch zum Fest, es war ein Morgen, an dem ein Frost herrschte, daß die Fugen des Katens krachten, und an den Wänden der Muchowschen Küche ein feiner Eisüberzug flimmerte. Oll Kusemann aber greinte über das ganze Gesicht und hob einen kleinen gedruckten Zettel in die Höhe, den er in der Hand trug.