Klara schüttelte das Haupt. »Das sind Phantasien,« entgegnete die Pflegerin, an sich haltend. »Die See wird nicht kommen. Aber wenn du hier jemanden lieb hast, so darfst du ihm nie von dergleichen reden. Versprich mir das.« Sie rückte ihr sanft die Kissen zurecht. »Nicht wahr, du hast Hann doch lieb?«

Line zuckte und sah starr auf die Decke.

»Nicht so wie du,« gab sie endlich mühsam zurück.

»Aber du bist ihm doch gut?« drängte die andere.

Leise nickte die Gefragte und faltete die Hände.

Die Pflegerin rückte noch näher. Jetzt wollte sie erkunden, was ihr schon lange des armen Hann wegen auf der Seele lag: »Und an Bruno, Lining, denkst du noch an den? Es ist nicht Neugierde, die mich treibt.«

Da lag Line ausgestreckt und führte beide Hände an die Stirn, eine innere, heftige Unruhe ging durch ihre Glieder, und wieder flog ein langer irrender Blick auf die See hinaus.

»Und das Kind,« mahnte die andere eindringlich, »das wird dich doch ans Leben fesseln?«

»Du mußt mich nicht quälen,« stöhnte es aus den Kissen auf. »Das Wasser weiß allein, wie alles enden wird.«