Nun tastete langsam der Mond über die Baumkronen herauf.

»Und wenn du dann reich bist?« forschte sie mit verhaltenem Atem weiter, »dann —?«

»Ja, dann — —«

Ganz berauscht, toll von dem Klang der eingebildeten Schätze preßte er die Stehende an sich, bis er die Schläge ihres erregten Herzens hämmern hörte. Seine Knabenaugen leuchteten in den ersten Mondesstrahlen gleich einem Paar prachtvoller Edelsteine.

»Kann ich auch reich werden?« forschte sie plötzlich mit aufwachender Gier.

»Du?«

Er lächelte.

»Warum lachst du? Warum schüttelst du den Kopf?«

»Du nicht.«

Da riß sie ihre Hand ungestüm von ihm zurück. Ihr Mund zuckte. »Warum nicht?« rief sie verzweiflungsvoll.