Dieses interessante Siegel III, B, 2, a des Ritters Friedrich von Mekevise hängt an zwei Urkunden von 1259 und 1261[I] im groſsherzogl. Staatsarchive zu Darmstadt.
In der Urkunde nennt er sich Fridericus Miles dictus Mekevise frater censualis[J] domus hospitalis beati Johannis Baptiste hierosolomital: in Masmach (sollte heiſsen Mosbach).
Geheimerath Baur schreibt uns über die Familie des Sieglers: „Die von Winden und von Meckfisch (sonach wäre das Wappen ein redendes) gehören nach einer Urkunde von 1346 unbezweifelt zu einer Familie, zu der Familie Meckfisch von Winden. Ein Ort dieses Namens liegt zwischen Berg- und Rheinzabern, südlich von Landau, und dies möchte das rechte sein.“
Ob Wurdtwein Meyenfisch, welcher im J. 1453 einen Bauhof an Pfalzgraf Friedrich I. verkaufte[K], derselben Familie angehörte, ist uns nicht bekannt.
Die Legende konnte bisher nicht entziffert werden.
Auf dem jüngeren Siegel fehlt sie leider ganz und auch auf dem älteren ist sie, wie unsere Abbildung zeigt, nur noch stellenweise erhalten. Die Buchstaben scheinen zum Theil (?) verkehrt zu stehen.
Unser gelehrter Freund Lisch ist mit uns der Ansicht, daſs die Legende aus zwei verschiedenen getrennten, aber vielleicht gleichlautenden Theilen besteht. Wir finden beide den Beweis darin, daſs zu Häupten und zu Füſsen des Ritters das gleiche Kreuz steht, und nach demselben beide Male die Buchstaben CT (das T stünde allerdings oben verkehrt).
Vielleicht löst ein glücklicher Fund eines noch ganz erhaltenen Exemplars dieses Räthsel später noch auf.
Für die Kostümkunde ist auch dieses Siegel, wie das vorhergehende, sehr interessant, gerade durch die groſse Verschiedenheit beider.