Fußnoten:[A] Doppelmayr’s Historische Nachricht von den Nürnbergischen Mathematicis und Künstlern etc. Nürnberg, 1730, S. 300, mit Abbildung.[B] Daselbst, S. 302, mit Abbildung zweier solcher Wägen, von denen der vierrädrige noch im Original in der Stadtbibliothek zu Nürnberg erhalten ist.[C] Hautsch, dessen Sohn und Andere fertigten mancherlei groſse Schaustücke mit vielen beweglichen Figuren, ähnlich den an den groſsen Uhren des späteren Mittelalters vorkommenden beweglichen Figuren, s. Doppelmayr an verschiedenen Orten.[D] M. Zeiller’s Topographia Germaniae Inferioris daſs ist Beschreibung und Abbildung der Vornehmsten Stätten Vöstungen und Öhrter so wohl in grund als in Prospect, in den XVII Niederländischen Provintien liegend etc. Frankfurt bei Caspar Merian. Ausgabe von 1659, S. 150.[E] Vgl. die Beilage zur vorigen Nummer des Anzeigers, vermischte Nachrichten, Nr. 76.
Zur Literatur des Seelentrostes.
Eine eingehende Kenntniſs dieses anziehenden Erbauungsbuches des ausgehenden Mittelalters verdankt die vaterländische Wissenschaft zunächst Franz Pfeiffer, der in den 3 ersten Bänden der Frommann’schen Mundarten reichhaltige Auszüge aus demselben veröffentlicht und durch ein nachfolgendes Wörterverzeichniſs erläutert hat. Diese Publication ist Eduard Bodemann unbekannt oder unzugänglich gewesen, der neuerdings in dem Prachtwerk „Xylographische und Typographische Incunabeln der königlichen öffentlichen Bibliothek zu Hannover. Hannover, 1866,“ Nr. 88, S. 68, 69 über den Seelentrost gehandelt hat.
Ich gestatte mir demnach seine Darstellung aus Pfeiffer’s Worten a. a. O. und anderem mir zugänglich gewordenen Materiale theils zu ergänzen, theils zu berichtigen, unter der ausdrücklichen Voraussetzung, daſs Kenner und Freunde der einschlagenden Literatur gegen die Mängel und Lücken meiner Darstellung dieselbe kritische Pflicht erfüllen werden.
I. An Handschriften des Seelentrostes verzeichnet Bodemann, zum Theil nach Geffcken’s Bilderkatechismus:
a) hochdeutsche: 1. die Gieſsener vom Jahre 1460. Cod. Nr. 850.
Hinzuzufügen ist 2. die Hamburger, welche Geffcken S. 45 für die älteste der ihm bekannt gewordenen Hss. ansieht.
b) niederdeutsche:
1. die Oldenburger vom Jahre 1407,
2. eine Hamburger niederdeutsche (da Geffcken eine solche Hs. nicht erwähnt, so vermuthe ich bis zum näheren Nachweis eine Verwechslung mit der unter a. verzeichneten hd. Hamburger Hsch.),