Der Teutschen | ( Schmale Zierleiste ) | W Eiſsheit/ | Das ist: | Auſserlesene kurtze/ sinnreiche/ | lehrhaffte vnd sittige Spruͤche vnd Sprich- | woͤrter in schoͤnen Reimen oder schlecht ohne Reim/ | von allerley Geistlichem vnd Weltlichem Wesen | vnd Handel des gantzen Menschlichen Lebens/ wie | man sie im gemeinen Brauch hat/ oder in | gelehrter Leut Buͤchern | findet. | Lustig und nuͤtzlich zu lesen. Allen Weisen vnd Teutschen | zu Ehren in Druck gegeben. | Durch | M. Fridericum Petri Seniorem vnd Pastorem zu Braunschweich. | Hamburg/ | Gedruckt bey Philipp von Ohr/ | Im Jahr Christi. | M.D.C.V.
8. — Drei Theile mit Haupttitel für ersten und zweiten Theil, aber alle Theile durchlaufender Signatur. Rückseite des ersten Titels leer, letzte Seite bedruckt. 16 Bl. Vorstücke, Titelbl. mitgezählt, 509 Bl. Text, dazu 3 weiſse Bl. Alle Blätter unbeziffert. Signatur: (?)ij — (?)v,):(—):(v, A-Zv, Aa-Zzv, Aaa-Sss 5. Die volle Seite, Ueberschriften und Custoden ungerechnet, zählt 37, seltener 36 Zeilen (z. B. Bl. Dd a und Gggviij a ). Gesperrte Zeilen, auch das Druckjahr roth. Der erste Buchstabe der zweiten Zeile in schwarzer, der zweite in rother Zeichnung. Titel, mit Ausnahme des Namens des Verfassers und seines Amtes, durchaus in deutschen Lettern. Ohne Randglossen. Bl. (?)ij a -(?)viij b: Vorrede (Dedication) „Den Gestren- | gen/... Junckhern/ Cord vnd Hildbrand | Gebruͤdern von Salder/ Gluͤck | vnnd Heil“, unterzeichnet „M. Friderich Peters“. (Vign.) Bl.):( a —):( b: „Vorrede“ (Citate aus Luther’s Schriften, dem Sylvula sententiarum und Matthesius vita Luth.), am Schluſs: Vignette. Bl.):(ij a -):(viij b: „Vorrede“ (Dedication) DEn Edlen/ |... Fraw- | en/ Frawen Ilsen/ Fritzen von der Schulen- | burg... gebornen von Salder etc. meinen ... Gefat- | terinnen“, datiert: „Dreſsden den 3. Sept. | Anno 1604. || Polycarpus Leiser D.“ (Druckerzeichen). Bl. A a -Hiij b: „Der Teutschen Weiſsheit | Das Erste Theil/ | Von | Gott / Christo / | Glauben/ Gebet/ Ketzerei/ | Trost vnd Hoffnung im Creutz/ | Suͤnd/ Todt/ Leben und Selig- | keit/ etc.“ Schluſs: „Ende deſs Ersten Theils. | Dem Vater der Barmherzigkeit/ | Sey Lob vnd Preiſs in Ewigkeit. || Das“ (als Custos). Bl. Hiiij a: Das ander Theil/ | Von G uten Wer - | cken/ Laster vnd Vn- | tugend/ Lohn vnd Straffe/ auch | von allerley handeln und faͤllen deſs | gantzen Menschlichen Le- | bens. | ( Vignette ). Gedruckt zu Hamburg/ durch | Philip von Ohr/ Im Jahr | 1604.
Bl. Hiiij b -Pppviij b: Text. Bl. Qqq a -Qqqiij b: „Bericht/ wo man in einem je- | den Mond seiner Gesundtheit | pflegen sol“. Bl. Qqqiiij a |_{b}: „Ein Teutscher Calender/ oder Cisio janus/ | da eine jede Silbe einen Tag be- | deutet“. Bl. Qqqv a -Rrr2 b: „Folgt der rechte gantze stetswerende | Calender/ Auch die Guͤlden Zahl den | newen Mon zu finden“. Bl. Rrr3 a -Rrriiij a: „Ein ander Teutscher Calender/ da ein | jedes Wort einen Tag be- | deutet“. Schluſs des zweiten Theils: „Steffen/ Johan haben Thomam Bischoff gemacht. || Das“ (als Custos). Bl. Rrriiij b: Das dritte Theil. | Ist des alten Adams Sprach/ nemlich der | Tyrannen/ Hurer/ Diebe/ Tellerlecker/ Seuffer/ | Geitziger/ Spoͤtter/ Spieler/ Epicureer/ Trieger/ Kar- | ger/ Filtze/ Faulentzer vnd dergleichen vnebene Rede/ | damit Christlicher Stende vnd Personen gespottet/ | Suͤnd vnd Schand bementelt/ auch Tu- | gend vnd Erbarkeit ver- | lacht wird“. Bl. Rrriiij b -Sss4 a: Text. Bl. Sss b (unter einer Zierleiste) — bis Sss5 a: „APPENDIX“. (Vign. des Bl. (?)viij b ). Bl. Sss5 b -Sss6 a: „Errata“. (Vign.). Schluſsschrift (Bl. Sss6 b ): ( Zierleiste ) | Hãmburg / | Gedruckt durch Philipp von | Ohr/ Im Jahr/ | 1605. | ( Druckerzeichen. )
Als Columnen-Ueberschriften stehen: Bl. (?)ij b -):(viij b beiderseits: „Vorrede“ (mit Ausnahme von Bl. (?)ij a und Bl.):(ij a, wo sie fehlen); Bl. A b bis Hiij a: „Der Teutschen Weiſsheit... Das Erste Theil“ (mit Ausnahme von Bl. A a, wo sie fehlt und Bl. Hiij b, wo blos steht: Der Teutschen Weiſsheit); Bl. Hiiij b -Rrriiij a: „Der Teutschen Weiſsheit... Das Ander Theil“; Bl. Rrriiij b -Sſſ4 a: „Der Teutschen Weiſsheit ... Das dritte Theil“; Bl. Sſſ4 b -Sss5 a: „APPENDIX“. und Bl. Sss5 b -Sss6 a: „ERRATA“. Irrthümlich ist im zweiten Theile gesetzt (Bl. Jiij a ) „Das Erste Theil“. Die drei Signaturen Rrr, Rrr2 und Rrr3 sind römische und Rrriiij ungewöhnlich groſs gedruckt. Auf Bl. Siiij a steht im Texte unrichtig als Ueberschrift „D“.
In der Vorrede erklärt sich Peters u. A. sehr verständig über den Unterschied zwischen Sprüchen und Sprichwörtern, indem er sagt (Bl. (?)ij b -(?)iij a ): „Es ist aber vnter Spruͤchen und Sprichwoͤrtern ein solcher vnterschied/ das die Spruͤche nur also zu verstehen sind/ wie der klare deutliche Buchstab lautet/ vnnd kein ferner nachdencken geben: Als wenn man sagt:
Alte Freunde sind die besten.
Auff hoͤren sagen gar nicht baw/
Auff blosse wort mit nichten traw.
Die Sprichwoͤrter aber/ die man eigentlich also nennet/ haben eine solche art/ das sie erstlich nach dem buchstab recht vnd war sind/ vnd darnach verbluͤmbter weise weiter auſssehen/ Vrsach und Anleitung geben schaͤrffer nachzusinnen auff etwas mehr/ das darunter verstanden vnd damit gemeinet wird: Als wenn man spricht:
Alte Hunde sind boͤſs bendig zumachen/