So ist herr Jörg Truchsas mit Wolffen Böhmer, Nürmbergischen haubtman, vnd andern reutern von dem hauffen vff Krügelstain geruckt, daſselbig schloſs durch etlich fuesknecht, so vor der zeit daselbsthin mit etlichen püchsenmaistern vnd reutern geordent waren, mit einem liechtzaun, so vmb das schloſs gemacht gewest, spicken vnd einen vesten wolerpauten thurn, so oben im vmblauff acht schuch dickh war, mit vier thunnen pulffers speysen vnd den lufft verdempfen vnd nachmals antzünden laſsen, das in kurtzer zeit nach antzündung des schloſs Krügelstain derselb vest thurm durch kraft des pulffers von grundt erhebt vnd so gewalttig von seiner statt in den graben geworffen ward, das es wunderparlich zusehen, nit vil erfaren, sunder vff disen zug allererst gelernt ist.
Nach vollendung derselben taten ritten herr Jorg Truchsas sambt andern widerumb dem veltleger zu, das hinter Thurnau geschlagen was, vnd hetten daselbst ir nachtstall.
(Schluſs folgt.)
Fußnoten:[A] Städtchen an der Jaxt.[B] Aub an der Gollach, 2½ Stunden von Ochsenfurt.
Verkauf eines Fabrikzeichens aus den Jahren 1433 und 1478.
Mitgetheilt von F. K. Fürsten zu Hohenlohe-Waldenburg.
Graf Hugo von Walderdorff hatte die Güte, uns zwei Original-Pergamenturkunden mitzutheilen folgenden Inhalts:
I. Urkunde von 1433, „des nehsten freitags nach gotsleichnamstage“ (12. Juni): Balbran (Walram) Zader, Hammermeister zu Weidenberg, in einen Rechtsstreit gerathen mit Erhard Frank zu der Hargenloh und dessen Brüdern um das Eisenzeichen, genannt der „Feuerhak“, wobei beiden Theilen die Führung dieses Zeichens zuerkannt worden war, verkauft nun zu Verhütung von Irrungen, welche sich aus dem beiderseitigen Gebrauche dieses Zeichens ergeben könnten, seine Berechtigung hieran an Albrecht Frank (Bruder des Erhard), dessen Brüder und Erben.
Von den beiden, an Pergamentstreifen hängenden Siegeln (IV, C) von grünem Wachs in ungefärbter Schale ist das erstere des Hanns Schütz zu Trautenberg nur noch zur Hälfte vorhanden und ganz undeutlich, das des Peter Groſs zu Zeilenreuth aber noch gut erhalten.
II. Urkunde von 1478, „am mittwochen vor letare in der heiligen vasten“ (25. Februar):