Das schlos Oprod der Sparnecker betreffend: Desgleichen, alls hieuor in der vnainigkait, so die Sparnecker selbst zwischen inen gehabt, das schloſs Oprod, so dem Sebastian von Sparneckh zugestanden, ausgebrannt vnd ein seer vester thurn darinn steend bliben, ist derselb thurn mit ettlichen thunen pulfers auch zersprenngt vnd in grund zerprochen vnd eingeworffen.

Weysdorff ain schloſs der Sparnecker betreffend. Item alls der oberst veldthaubtmann her Jorg Truchsas vnd die kriegsräte das schloſs Weisdorff haben einnemen wöllen, ist doselbst des Sebastian von Sparnecks weib verhart vnd eines kindes gelegen. Derhalb der oberst veldthaubtman vnd kriegsräte vmb raumung deſselben schloſs nit angehalten, ir verschont vnd derselben zeit gen Weisdorff dem schloſs nichts handln wöllen, sunder zu irem abtzug ettlich personen mit ettlichen hackenpüxen vnd pulfer in daſselb schloſs geordent, doselbst zupleiben, biſs die frau ir kindtbett volennde. Alsdann sollen sy das schloſs spicken vnd in grundt verprennen. Alls aber die kindlpetterin den ernst gesehen vnd vermerckt, das sy ir kintbett nit helffen wöllen, hat sy gesagt, so es doch sein mues, wolle sy es nit lennger aufhalten, vnd alsbald das schlos geraumbt. Das ist von den beuelchhabern verprennt und gar verderbt worden.

Sparneckh das schlos betreffendt: So ist das schloſs Sparneckh, daran vil Sparnecker, auch einer ein thumherr zu Regenspurg, tayl haben, dermaſsen vor ausbrenung deſselben mit pulfer gesprenngt, das drey vffeinander erpauene gewelb vom grundt erhebt vnd in den graben geworffen sindt, auch ein groſse stainene kemeten, daran gepauen, inmitten von einander geprochen vnd eingefallen. Darnach ist das schloſs sambt den viehstellen vnd stadeln angezündt vnd verprennt worden.

Alls aber die kriegsrete vff vleiſsig bitt einer hübschen jungen wittib, so Hannsen von Sparneckh seligen zu derbe gehabt, der dann diser vehd nit verwannl gewest, iren tail, ein gemach am schloſs, so allein an einem ortt erpauen was, gern verschont, auch die paurn, denselben tail zuretten, verordent gewest, so ist doch derselb tayl, der Wittiben zusteend, von der groſsen hitz auch angangen vnd verprannt. Derhalb sich die frau seer cleglich ertzaigt.

Zu solchem einnemen vorgeschribner der Sparnecker heuser sind alle paurn vnd guetere durch den obersten veldthaubtman zu gemains bunds hannden vnd gewalt angenomen, die all alsbald gehuldigt haben vnd mit zinſsen vnd gülten beschriben sindt.

Darnach ist der oberst veldthaubtman vnd die kriegsrete mit dem kriegsvolckh zu roſs vnd fues von dem gepirg getzogen vff den Gefres, vff Bairreut, vff Weiſseno das closter, vnd dann fortt einen tag hieher gen Nürnberg in die statt in einer lustigen, schönen, wolgeschickten ordnung zu roſs vnd fues, sambt dem geschütz vnd allen wägen, wie die vſs notturfft des hörs mitgefürt, eingetzogen, vnd des andern tags darnach die fuesknecht gevrlaubt, vnd eerlich mit einem gulden abgefertigt worden für den abzug.

Vnd alls solches hör, wie jtzt gemelt, vff freytag den 17. july hieher gelanngt, sind nachmals am 21. july herr Jorg Truchsäs vnd der raisig zeug ausgeprochen vnd ein yeder tayl seinen wege anhaims genomen.

Das schlos Abtsberg belangend: Alls aber vff den Hannenkamb vnd vmb Nürnberg in der neh nachuermelte heuser, so zum tayl vor in des bunds handen gewest, vngestraft bliben, haben darumb die bundsrete, so derselben zeit zu Nürmberg versamelt waren, geordennt, das gegen denselben heusern auch tatlich gehanndlt wurde. Vnd nemlich ist das schloſs Abtsperg durch herr Jorgen Truchsasen vnd die Augspurgischen reuter am abzug ausgeprennt.

Das schloſs Vttenhouen belangend: Desgleichen ist Vttenhofen, so dem Cuntzen von Rosenberg zugestanden und mein gnediger Herr von Aistet von des bundts wegen ingehabt, durch die Bairischen vnd Nürnbergischen reuter am abzug verprennt.

Das schlos Damershaim[B] betreffendt: So haben auch herr Jorg Truchsas, freyherr, vnd mit ime die Augspurgischen reuter das schloſs Damershaim, so des Eukarius von Ottings verlaſsner wittib zugestanden vnd vff dem Hannenkamb gelegen vnd diser vehduerwanndten vntterschlaipff gewest ist, ausgeprannt.