Fußnoten:[A] Vergl. Du Cange, ed. Henschel, t. VI, 379. Anm. d. Red.[1] Quellen: (A. N.) Annales Numburgenses, 2 Vol. Fol. Ms. der Rathsbibliothek; von 1200 bis 1599. (1673.)

(N. R.) Naumburger Rathskammerei-Rechnungen; wie oben.

(M. N.) Memorabilia Numburgensia. w. o. (1641.) (mit späteren Nachträgen.)

(C.) Copien aller gemeiner Stadt Naumburg privilegien, Wilkoren, Erkauften Gerechtigkeiten und uerträgen u. s. w. w. o.

(O.) Originalien des Rathsarchivs zu Naumburg. w. o.

[2] A. N. S. 24; N. R. I, S. 1 a: Item, Judei dederunt XLVI hexagenas grossorum.[3] N. R. I, S. 5 b.[4] A. N. S. 24 b; N. R. I, S. 11 a: Item, feria sexta ante Invocavit fecimus custodire in omnibus valvis propter metum Judeorum.[5] N. R. I, S. 13 b: Item, dedimus suspensori qui cremavit baptizatos Judeos XV grossos et pro saccis et strengen ( Apparat zum Verbrennen ) et aliis instrumentis IV grossos et dedimus servis qui tulerunt suspensorem VI grossos. ( ferre aliquem, einem helfen, ist nicht klassisch. )[6] N. R. I, S. 13 b: ad domos Judeorum VIII grossos (dedimus).[7] A. N. S. 25 b; N. R. I, S. 18 a.[8] N. R. I, S. 17 b; 18 b; 21 b.[9] A. F. Riedel, cod. diplom. Brandenb. I, Bd. 9, S. 19, Nr. 26.[10] Mehrfach (Du Cange) für pallium gebraucht, und bezahlte man das letztere bereits im 10. Jahrhunderte zu Rom.[11] N. R. I, S. 18 a (1354).[12] N. R. I, S. 21 b. Item pro uno canterio redimendo apud Judeos etc.[13] N. H. I, S. 29 a. Das Wort geht sicher nicht zurück auf fertum, ferctum (Cato), einen Opferkuchen. Aus dem deutschen Vierding — Farthing, Ferthing, Ferto, Fertum, Ferdonum Fierto, Firto u. s. w. Es kommen goldene Fertonen vor, welches dem vorliegenden Falle eher entspricht als Viertel-Mark oder Denar. Vielleicht hierher Freiton, ein Eid, den die Münzmeister des Grafen von Poitou ablegten. — Du Cange, ed. Henschel, III, 241.[14] N. R. I, S. 39 a; 44. — A. N. S. 52.[15] N. R. I, S. 69 a.[16] N. R. I, S. 103; 109. — A. N. S. 53 b.[17] N. R. I, S. 164 b. Dasselbe 165 a.[18] N. R. I, S. 166 b. Judei concesserunt dominis VI sex. latorum. Die Bedeutung blieb unermittelt; es kann von den sogenannten Dickpfennigen nicht die Rede sein und dürfte latus das so oft stipulierte „ swere “ Münze sein. (In der Mark Brandenburg kommen Silberpfennige mit hochaufgetriebenem Rande vor, ferner Münzen von „breitem Gepräge.“)[19] N. R. I, S. 165 a: A Judeo dicto Salomon de habitatione quam inhabitat — de censu suo debito Mich. 1 sexagenam precisorum. Auch hier gibt der Wortlaut schmal keinen Sinn, und es steht vielleicht praecisus unserem präcisiert näher: festgesetzt, landesüblich — eine stete Klausel der Verträge.[20] N. R. I, S. 188 f.; 190 a. — A. N. S. 55 b. Von caminus, dem Stubenherd, Kemnotte, Kemnate (Wohnung.) Im J. 1525 lieſs der Rath zu Saalfeld die Keynodt eines Mönchsklosters untersuchen. Struve, Archiv II, S. 58.[21] N. R. I, S. 289. — A. N. S. 64.

Literärische Forschungen.

Von Subrektor Franck zu Annweiler.

III. Der deutsche Michel; Nachtrag. — Sprichwörter aus Ph. Andr. Bvrgoldensis discvrsus historici. 1669.

Zu meiner Mittheilung über den obigen Ausdruck in Nr. 3 des Anzeigers für 1865 füge ich einen Nachtrag. Das dort (Sp. 104) erwähnte und mir seitdem aus der Speierer Lyceal-Bibliothek zugegangene Buch des Burgoldensis bringt zwar einige bisher unbekannte Data zur Persönlichkeit des mit dem Beinamen „Deutscher Michel“ beehrten Pfälzers Hans Michael Obertraut; eine Erklärung aber des Ausdruckes, d. h. auf welchen bestimmten Anlaſs die Entstehung desselben (er erscheint, so weit bekannt, zuerst gedruckt in Seb. Franck’s Sprichw. 1541, I. Bl. 24 b[A] zurückzuführen sei, wird auch durch dieses Buch nicht geboten. Dasselbe führt den Titel: Phil. Andreae Bvrgoldensis discvrsvs jvridico-politico-historici ad instrum. pac. Osnabrvgo-Monasteriensis... Freistad. 1669. II Partes. 4 (erste Ausg. ibid. 1668. 8) und die betreffende Stelle lautet (S. 91–92):