Eine solche Kultur weltlichen Charakters brachte zunächst das Rittertum hervor. Als sie sich herauszubilden begann, und als auch schon in den Anfängen des Bürgertums die Keime neuer kultureller Gebilde sproßten, bot Deutschland, wie das Abendland überhaupt, im ganzen zunächst kein erhebendes Bild. Die große mittelalterliche Hauptmacht, die Kirche, hatte bedenklich gelitten: Verweltlichung, Verkommenheit und Unbildung machten sich bei den Geistlichen breit, obwohl höhere Bestrebungen nicht fehlten. Der Adel ging in Krieg und Raub und rohem Leben auf. Von einer gesellschaftlichen Kultur war auch nicht in den Anfängen die Rede. Die alte Unbändigkeit zeigten die Menschen auch sonst. Die wirtschaftlichen Zustände stockten: es herrschte bei dem Herrendruck und aus anderen Ursachen oft Armut und Not, bis sich der Bevölkerung ein Neuland im Osten zeigte. Vielfach lebten die niederen Schichten dumpf dahin, oft zeigten sich auch abschreckende Zustände. Auf diesem Hintergrunde entwickelte sich jene Kultur, die man ihrerseits nun freilich auch nicht in allzu idealem Lichte sehen darf.
Der ritterliche Stand, der sie trug, hatte sich im Rahmen des Lehnswesens gebildet durch Angliederung an die kleine, abgeschlossene Schicht der großen Herren, der späteren Landesherren, von denen noch (S. [105] f.) die Rede sein wird, also an den Hochadel, die Herzöge und Grafen, bei denen der Gedanke eines vom Könige übertragenen Amtes längst zurückgetreten war, weiter an die geistlichen Fürsten und natürlich auch an den König. Der Stand setzte sich zusammen aus den Lehnsträgern eines Großen, d. h. kleineren Grundherren, daneben sonst landsässigen Freien, die teils aus Not und Zwang, teils aus Ehrgeiz Lehnsleute wurden. Dazu kamen aber immer zahlreichere Unfreie, die sich als Reisige, auch als Träger von Verwaltungsfunktionen an einem Bischofs- oder Fürstenhofe emporgeschwungen hatten und schließlich mit einem Dienstgut, als Grundlage für Leben und Leistungen, belehnt waren, die immer größere Klasse der kriegerischen Ministerialen also, die auch als Gefolge den Glanz ihres weltlichen oder geistlichen Herren hoben, im übrigen aber wie kleine Grundherren auf jede Weise ihren Besitz zu mehren trachteten und sich den freien Rittern näherten. So entstand ein ritterlicher Dienstadel, der in den kriegerischen und politisch bewegten Zeiten immer mehr an Bedeutung gewann, immer wieder auch Freie und Adlige anzog, sich bei der Gleichmäßigkeit der Anschauungen und Interessen in altem genossenschaftlichen Drang immer mehr zusammen- und abschloß und schließlich bei der durchgesetzten Erblichkeit der Lehen aus einem Berufsstand bis zu einem gewissen Grade zu einem Geburtsadel wurde. Freilich blieben daneben die sozialen Abstufungen bestehen, und wenn sich auch ein ritterlicher Ministeriale durch seine Ritterwürde über jeden freien Nichtritter, der noch so hoch stand, erhaben glaubte, so konnte er sich doch niemals dem Ritter von edlem Herkommen gleich dünken, war selbst auch nicht etwa frei.
Die Gleichmäßigkeit der im Frankenreich begründeten germanisch-romanischen sozialen Organisation, die auf dem Lehnswesen beruhte, die überall gleiche Rolle des Reiterdienstes machten das Rittertum zu einer überhaupt abendländischen Erscheinung. Seine Grundlage blieb immer das Kriegerische, aber der altgermanischen Kriegsfreude waren gewissermaßen romanische Zügel angelegt; alles war geregelt und in Formen gebracht. Auf eine Bändigung des Nurkriegerischen wirkte ebenso die Kirche hin, gleichfalls durch bestimmte Formen. Von den ritterlichen Schichten, wie sie auch sonst bei den Völkern sich finden, unterschied sich diese abendländische durch ihre kirchlich und gesellschaftlich bedingte Internationalität (s. S. [72] f.). Zunächst hatten aber die Franzosen die eigentlichen Formen des ritterlichen Lebens seit dem 11. Jahrhundert in einer Mischung normannischer und provenzalischer (zum Teil maurischer) Elemente ausgebildet. Romanisch war auch das gesuchte Sichabsondern, die Verachtung der bäuerlichen Arbeit, während in dem erstrebten Herrenleben, dem Leben von den Lieferungen der Untertanen sich auch ein germanischer Zug finden mag. Den Abschluß der ganzen Standesbildung gaben die Kreuzzüge, einmal durch die damalige innigere Berührung der Ritter verschiedener Länder, die eine nähere Bekanntschaft mit den gesellschaftlichen Formen des führenden und von den deutschen »Tölpeln« bewunderten französischen Rittertums herbeiführte, ferner aber durch den Glanz und die Bedeutung der Fahrten selbst, die ihren Trägern, den Rittern, einen außerordentlichen Nimbus verliehen, endlich durch die religiöse Weihe, die das Rittertum auf ihnen empfing und die erst jene Betonung kirchlicher Formen und religiöser Ziele vollendete sowie das Ideal des Ritters als christlichen Ritters befestigte. Ohne Zweifel stammt aus der zunächst religiösen Schwärmerei der Kreuzzüge der durch die Romantik des Orients noch beförderte schwärmerische Zug des Rittertums überhaupt, der bei dem hingebenden, sentimentalen Minnedienst vor allem zutage trat. Nicht mit Unrecht hat man aber auch die Empfindelei und Verstiegenheit des Minnetums an sich mit der gewaltigen Steigerung des religiösen Gefühlslebens zusammengebracht.
Der Hauptzug der ritterlichen Standeskultur, die Verbindung des kriegerischen Grundelements mit gesellschaftlich-ästhetischen Idealen, ist also romanisch, insbesondere französisch. Und romanisch mutet auch das gesamte ritterliche Leben in seinen Formen an. Wie Frankreich, das schon auf geistlich-geistigem Gebiet im Abendland voranstand, auch ein gesellschaftliches Übergewicht erlangte, ist in meiner Geschichte der deutschen Kultur (I², S. 312 ff.) näher dargelegt: jedenfalls war alles Französische in Deutschland Mode geworden. Nicht nur daß viele das Französische wenigstens verstanden, auch die deutsche Sprache füllte sich mit französischen Fremdwörtern, Gruß- und Verkehrsformeln, die zum größten Teil freilich später wieder daraus verschwanden. Viele Fremdwörter kamen mit den Sachen selbst, so mit Kleidungsstücken und Stoffen, Waffen und Rüstungsteilen, Speisen und Getränken, Instrumenten, Liedformen und Tänzen, ebenso mit übernommenen Sitten, z. B. solchen der Jagd und vor allem mit dem ganzen französischen Turnierwesen, mit gesellschaftlichen Spielen usw. Die Tracht hatte sich übrigens schon im 11. Jahrhundert der französischen genähert; jetzt trug man alles nach »französischem Schnitt«. Französisch waren die dem Deutschen so ungewohnten Regeln des nunmehr höchst wichtigen äußeren Benehmens, die Anstands- und Tischregeln; der Ehrbegriff erhielt ebenfalls etwas Französisches und ebenso das nunmehr sehr verfeinerte Schönheitsgefühl; der ästhetische Charakter des Lebens war französisch. Der Minnesang entlehnte seine Formen immer mehr den Provenzalen, und auch die epische Heldendichtung nahm die nordfranzösische z. T. zum Vorbild. Stark französisch gefärbt war endlich der Frauendienst, der sich zunächst aber im Deutschland wohl unabhängig entwickelt hat. Überhaupt waren die Deutschen nicht nur Nachahmer (s. S. [73] und [93]), was z. B. auch die Ritterweihe zeigt. Eigenartige Züge hat man neuerdings ferner aus dem Übergewicht der Ministerialen im deutschen Rittertum hergeleitet; das französische bildeten vor allem freie Vasallen.
Die neue Rolle der Frau ist ein kulturgeschichtlich wichtiges Moment. In geistigen Dingen hatte sich schon der Germane der sonst ein demütiges Arbeitsdasein lebenden Frau gebeugt. Später war dann auf dem Gebiet geistiger, freilich immer noch elementarer Bildung die vornehme Frau die beste Bundesgenossin des Geistlichen gewesen. Jetzt gewann sie, über den geistlichen Einfluß hinweg, eine ganz neue weltlich-gesellschaftliche Macht über den Mann, der sich seinerseits, wenn er ein modischer Ritter sein wollte, gleichzeitig dem Frauendienst wie dem ungewohnten Zwang feinerer gesellschaftlicher Bildung unterwerfen mußte. Der eigenen Frau gegenüber blieb freilich auch in den ritterlichen Schichten das frühere, nicht selten brutale Regiment bestehen; das junge Mädchen ferner blieb in hergebrachter häuslicher Zucht und klösterlicher Lehre; die Heirat war in der Regel ein nüchternes Geschäft wie früher. Andererseits steckt in dem zum Teil schon auf den Kreuzzügen von den Romanen überkommenen Kultus der fremden verheirateten Frau bei der derben Genußfreude und Ungebundenheit der Deutschen lange ein sehr unideales, rein sinnliches Element. Erst allmählich bequemte man sich jenem romanisch verfeinerten und gekünstelten, schwärmerisch-idealen Minnedienst an, durchaus freilich in konventioneller Weise. Und wenn man auch nicht das verzwickte, man möchte sagen scholastisch und zugleich überspannt-asketisch ausgebildete Minnesystem der provenzalischen Troubadours übernahm, so zeigte der Minnedienst doch über die übliche konventionell-phantastische Aufmachung hinaus auch in Deutschland bei einzelnen Modehelden wie Ulrich von Lichtenstein übertrieben schwärmerische Formen. Einen schmachtend sentimentalen, natürlich auch verschwiegenen, heimlichen Charakter aber trug der Frauendienst, wobei die Frau stets als Zurückhaltende, Versagende erscheint, später immer allgemeiner, eben weil es sich meist um verheiratete Frauen – ganz ist Mädchenminne nicht ausgeschlossen – handelte und der Ehebruch nicht entfernt die Regel war. Manche Dichter wie Wolfram oder ein Reinmar von Zweter haben auch gerade die eheliche Liebe innig gepriesen. Aber auch jetzt handelte es sich immerhin zum großen Teil um wirkliche Liebesabenteuer. Indes ist vor allem dies wichtig, daß das ritterliche Leben überhaupt unter dem Zeichen der Frauen steht.
Die notwendige Folge ist das Aufkommen einer ganz neuen gesellschaftlichen Kultur. Männergeselligkeit, wie sie die bisherigen Deutschen kannten, in den Freuden der Gelage und der Jagd aufgehend, konnte nur derbe Formen haben – Ausnahmeerscheinungen, wie der karolingische Bildungskreis und zum Teil der der Ottonen, bleiben außer Betracht. Vielleicht haben zuerst jene geistlich gebildeten vornehmen Frauen neben den Geistlichen selbst in der ottonischen Zeit eine Art feinerer Geselligkeit hervorgebracht. Dann aber kamen jene romanischen Einflüsse, und mehr oder weniger geschickt verstand die Frau die ihr dadurch gegebene gesellige Herrschaft auszuüben. Ihre größere Bildung mochte ihr den Gebrauch der gerade von ihr verlangten feineren Formen auch leichter machen als dem Manne. Wichtig ist nun aber weiter, daß dieser neuen Geselligkeit ein belebendes geistiges Element nicht fehlte, das war die fast obligatorische Pflege der Dichtung. Auch bei ihr drehte es sich freilich in der Regel um die Minne, und auch sie war ein Gewächs der Mode. Aber sie kam gleichwohl auf eine Höhe, wie sie noch lange nachher nicht wieder erreicht wurde. Die bisher allein als Bildung geltende geistliche Bildung verlor in dieser Zeit bedeutend an Geltung. Der gesellschaftlich vollendete Ritter mußte in den Formen des Turniers, der Jagd usw. wohlgeübt sein, in seinem Benehmen die höfischen Formen voll beherrschen, gewandt und fein mit Damen sich unterhalten, auch wohl ein Liedlein dichten oder doch vortragen können und dergleichen: aber lesen und schreiben brauchte er nicht zu können, wenn es auch mehr Ritter fertig brachten, als man glaubt. War ferner die bisherige Bildung von der Kirche ausgegangen, so waren die Mittelpunkte der neuen gesellschaftlichen Bildung natürlich weltlicher Art. Der Hof der Fürsten und großen Herren (s. S. [105] f.) trat wieder in seine kulturellen Rechte, wie sich ja an diese Großen das ganze Rittertum auch sozial angliederte. »Höfisch« heißt daher die ganze Kultur, die hövescheit (courtoisie) ist der Inbegriff der an den rechten Ritter gestellten gesellschaftlichen Anforderungen. An den Hof wird der junge Ritter gesandt, um die beste Erziehung zu erhalten. Am Hofe entfaltet sich der eigentliche Glanz ritterlichen Lebens mit seinen Turnieren und Festen.
In der Hauptsache ist die neue Bildung rein äußerlich, aber sie hat doch auch zur inneren Kultivierung der führenden weltlichen Schicht Deutschlands einigermaßen beigetragen. So wurde doch eine gewisse Wandlung des rohen und unbändigen Deutschen vor allem durch die streng geforderte mâze (Selbstbeherrschung, maßvolle Haltung) herbeigeführt, die sich den schon früher von der Kirche verlangten Geboten äußerer Sittigung nunmehr anreihte, und die man nur infolge ständiger rechter »Zucht« erlangen konnte. Die alte Leidenschaftlichkeit sollte nun kalter Glätte und Ruhe weichen, das Ungeschlachte sich in zierliche Formen zwingen lassen, Trunksucht und Derbheit waren verpönt. Für die Mehrzahl blieb es freilich eine Zwangsherrschaft, die man später rasch wieder abwarf. Auch die geforderten schon mehr innerlichen Eigenschaften, die Milde (Freigebigkeit), die Treue u. a., laufen in der Hauptsache auf Erfüllung konventioneller, äußerer Pflichten hinaus; ebendarum handelt es sich bei dem Ehrbegriff und der Frömmigkeit des Ritters. Die Schicklichkeit (die fuoge, die site) ist das wesentliche, sie ist auch der Kern der ganzen »tugent«. Immerhin schlägt die in den Dichtungen und den zahlreichen Lehrschriften gepredigte ritterliche Ethik auch tiefere Saiten an. Die Treue wird edler gefaßt, die mutige Wahrheitsliebe gepriesen, ein humaner Sinn ist nicht selten, der durch alle Widrigkeiten sich hindurchkämpfende Wille zum Guten, die Stärke des tüchtigen Charakters, also die stæte, erscheint wenigstens in Wolframs Parcival, freilich einer für die allgemeine Auffassung nicht bezeichnenden Dichtung, als Ideal. Ein schwärmerischer Idealismus ist sicherlich dem für Gott oder für eine Herrin kämpfenden, auf stolze Kampfesehre dringenden Rittertum nicht abzustreiten. Wie zum Teil in der Kreuzzugsbewegung wird ferner auch sonst die äußere Frömmigkeit oft zu einer tieferen Religiosität.
Aber äußerliche Konvention bleibt trotz alledem ein Hauptcharakteristikum der ritterlichen Kultur, auch der Minne und der ritterlichen Dichtung, selbst des Waffenberufs. Ein Kriegs- und Kampflied hat die Zeit nicht hervorgebracht. Mancher sah nicht im ernsten Kampf, sondern im modischen Waffenspiel, dem freilich durchaus nicht ungefährlichen Turnier, die Hauptsache. Äußerlich ist überhaupt die ganze Lebensauffassung des Ritters. Sein Ideal, die sælde, geht auf ein äußeres Glück, auf reichen Besitz und ein Leben voll Genuß, Prunk und Glanz, auf Weltfreude.
Indes hat diese Strömung nun doch zivilisatorisch wie kulturell wichtige Seiten. Zunächst wurde durch sie jene schon (S. [49] ff.) beobachtete Verfeinerung der Lebenshaltung außerordentlich gefördert. Die Glanz- und Prunkliebe äußert sich freilich in der Form eines übertriebenen, zuweilen noch rohen Luxus, der oft mit technischer und hygienischer Unvollkommenheit des Daseins verbunden war. Letztere zeigte sich z. B. in der Wohnweise. Im Gegensatz zu verbreiteten romantischen Vorstellungen waren die Burgen oft recht unwohnlich, dunkel wegen der kleinen, tiefen Fenster, kalt, da man diese nur schlecht zu schließen verstand und die stark rauchenden Kamine nur schlecht heizten, unbequem wegen der oft engen und beschränkten eigentlichen Wohnräume. Hierzu wie zu dem meist nicht geringen Schmutz bildete der Wohnungsprunk, wie ihn die damaligen Dichtungen in weit übertriebener, höchstens für die Reichsten Geltung habender Weise schildern, einen grellen Gegensatz. Der Prunk äußert sich bei den Festgemächern der Großen in der reichen Verwendung von kostbaren Wandbehängen, Decken, Kissen und Polstern, in der Bemalung der Wände und der Holzmöbel, die auch schön geschnitzt sein mochten, weiter in dem Belag des Fußbodens mit seltenen Steinarten oder Tonfliesen, in prächtigen Kaminen, Kronleuchtern, in einzelnen Geräten aus edlem Metall, besonders in prächtigen Trinkgefäßen und Tischgeräten und entsprechend in feinen Tischtüchern. Solchen zunehmenden Luxus zeigte nun auch die schon von den Klöstern gehobene Kochkunst in der Zubereitung der Speisen wie in der Herstellung von Schaugerichten: alles das gilt aber meist nur für festliche Gelegenheiten. Auf Menge und Fülle der Gerichte und starke Verwendung von Gewürzen legte man im übrigen häufig, wie früher, den Hauptwert.
Diese Unentwickeltheit des Luxus zeigt vor allem auch die Kleidung. Recht kostbare Stoffe, besonders Seide, zur Schau zu tragen, ist allgemeines Bestreben: dem entspricht die übertriebene Anbringung von Goldborten, goldenen Schellen sowie von wertvollen, oft goldgefaßten Steinen als Besatz sowie die Verbrämung der Kleider mit teurem Pelzwerk, mit dem man nun auch den Mantel innen fütterte. Bezeichnend sind ferner die Vorliebe für auffallende Farben und die Vielfarbigkeit der Kleider. In ihrem eitlen, gefallsüchtigen Charakter näherte sich die männliche Tracht zum Teil schon der weiblichen, auch in der Mode, lange Locken zu tragen. Manche Männer machten sogar die jetzt bei den Frauen aufgekommene Sitte, das Haar mit Seiden- und Goldbändern zu durchflechten, mit. Die Frauen ihrerseits gaben den Männern an Putzsucht nichts nach, begannen sich auch immer allgemeiner zu schminken. Eine große Hauptsache war der Kopfputz.