Frau Buchner: Aber Gustchen doch auch.
Frau Scholz: So allerliebst, wie sie Clavier spielt, und diese reizende Stimme! wie gern ich so ein paar Töne höre! . . . .
Frau Buchner: Warum spielst Du denn garnicht?
Frau Scholz: I! da käm ich scheen an, da wäre mein bischen Ruhe vollends hin. Auguste ist ja so nervös . . . .! gerade wie ihr Vater, den konnte man auch jagen mit dem Clavierspiel.
Frau Buchner: Deinen Wilhelm solltest Du jetzt spielen hören; der hat sich vervollkommnet! — was wäre denn Ida ohne ihn? von ihm hat sie ja doch alles gelernt, was sie kann.
Frau Scholz: Ach ja, Du sagtest’s ja schon. Talentvoll ist er; davon is nicht die Rede. Es war ’ne Lust, ihn zu unterrichten.
Frau Buchner: Ach und er denkt mit solcher Rührung an die Zeit zurück, wo sein Muttelchen ihm die Anfangsgründe beibrachte.
Frau Scholz: So?! mein Gott ja, schöne Zeiten waren das ja auch. — . . . Damals dacht ich: — . . . Alles kommt anders . . . . — es regt mich doch sehr auf.
Frau Buchner: Es regt Dich . . . . was?
Frau Scholz: Nu, daß er kommt; wie sieht er denn jetzt eigentlich so aus?