Robert (unterbrechend): Frau Buchner! wenn — Sie — mir — doch — glauben wollten! Ihre Bemühungen — ich versichere Sie — sind ganz umsonst. Dies alles führt zu nichts — zu garnichts. Wir sind alle von Grund aus verpfuscht. Verpfuscht in der Anlage, vollends verpfuscht in der Erziehung. Da ist nichts mehr zu machen. Es sieht Alles recht gut aus: Weihnachtsbaum — Lichter — Geschenke — Familienfest, aber es ist doch nur obenhin; eine gequälte, plumpe Lüge — weiter nichts! — Und nun gar noch der Vater. Wenn ich nicht wüßte, wie unzugänglich er ist — auf Ehre! ich würde glauben, Sie hätten ihn hierher gebracht.
Frau Buchner: Bei Gott, nein! das gerade hat meine Hoffnung belebt. Das kann kein Zufall sein, das ist Fügung. Und deshalb aus Grund meiner Seele: seien Sie freundlich und gut zu Ihrem Bruder! Wenn Sie wüßten, wie gut er von Ihnen spricht, mit welcher Liebe und Achtung . . . .
Robert (unterbrechend): Ja, und der Zweck?
Frau Buchner: Wie.
Robert: Weshalb soll ich zu ihm freundlich und gut sein?
Frau Buchner: Das fragen Sie?!
Robert: Ja.
Frau Buchner: Nun — doch wohl zunächst, um ihm die Rückkehr in’s Elternhaus nicht von vornherein zu verleiden.
Robert: O, wir tangiren einander nicht, wie Sie zu glauben scheinen, und — übrigens, wenn Sie meinen, daß sich seiner beim Eintritt in diese Räume etwa eine subtile Rührung bemächtigen wird . . . .
Frau Buchner: Ihr Bruder ist ein so guter, im Grunde so edler Mensch! — Er hat einen Riesenkampf gekämpft, bevor er sich zu diesem Schritt entschloß. Ich kann Ihnen die Versicherung geben, er kommt mit dem heißen Wunsche einer Aussöhnung.