Frau Scholz: Paß Du nur uff, wenn er morgen das leere Glashaus sehen wird. Ich kann doch für den Prast nicht extra eenen Gärtner halten!? — und die Ameisenkästen sind ooch weg. Meinswegen brauchen keene Blumen wachsen, man krigt doch blos Kopfschmerzen davon! Und erscht das Ungeziefer! — ich weiß nich, was er daran blos hat. Und deshalb muß man sich runterlumpen lassen. Das Halloh blos! ich ängst’ mich schon zu Tode — — — — — — — — — — Ach ’s is nich mehr hibsch uff der Welt.

Robert (hat, während Frau Scholz noch redet, sich achselzuckend zum Gehen gewendet; nun steht er still und spricht zurück): Ist’s irgend früher mal hübscher gewesen?

Frau Scholz: Nun das — dächt ich!!!

Robert: So? na dann muß das wohl vor meiner Zeit gewesen sein. (ab durch die erste Thür links.)

Frau Scholz (schon wieder lauschend an dem Treppenausgang): Wenn ich zurückdenke . . . . oben wird ja gesprochen . . . . (sie schließt auf, sieht sich allein, horcht abermals unruhig und verschwindet schließlich — die Hand am Ohr — mit einem Gesicht voll Gram, Kummer und Neugier durch den Treppenausgang).

(Ida und Wilhelm durch die Glasthür. Wilhelm: mittelgroß, kräftig, wohlaussehend. Blonder kurzgeschorener Kopf, Kleidung gutsitzend, nicht geckenhaft. Paletot, Hut, Reisetasche. Seine Linke ist um die Schultern Ida’s gelegt, die ihn ihrerseits mit dem rechten Arm umfaßt hält und den leise Widerstrebenden vorwärts drängt.)

Ida: Siehst Du, nu bist Du drin! die Hauptsache ist nu schon überstanden.

Wilhelm (schwer aufseufzend): O nein, Du!

Ida: Du kannst mir glauben, Deine Mutter freut sich sehr, sehr auf Dich. Auch Gustchen (sie zieht ihm die Winterhandschuhe ab). Wo hast Du denn die her?

Wilhelm: Du kennst also nun meine — Mutter?