Frau Buchner: Regimenter?
Frau Scholz: Er war Vorarbeiter in den königlichen Forsten.
Friebe: Keen — (er schlägt zu) — Schlag da — ä! (er schlägt) komm ich for uff.
(Er steigt herauf, betrachtet, was er gemacht hat, bei der Lampe und befestigt dann den Christbaum, so daß er aufrecht steht. Friebe ist klein, bereits ein wenig gebeugt, obeinig und hat eine Glatze. Sein kleines, bewegliches Affengesichtchen ist unrasirt. Kopfhaare und Bartstoppeln spielen in’s Gelblichgraue. Er ist ein Allerweltsbastler. Der Rock, welchen er trägt, ein Ding, das von Putzpulver, Oel, Stiefelwichse, Staub etc. starrt, ist für einen doppelt so großen Mann berechnet, deshalb die Aermel aufgekrempt, die Rockflügel weit übereinander gelegt. Er trägt eine braune, verhältnißmäßig saubre Hausknechtsschürze, unter welcher er von Zeit zu Zeit eine Schnupftabacksdose hervorzieht, um mit Empfindung zu schnupfen. Der Baum ist befestigt, Friebe hat ihn auf die Tafel gehoben, steht davor und betrachtet ihn). Een janzet — schönet — richtijet — Tannenbäumken! (mit wegwerfender Ueberlegenheit zu den Frauen hinüber) ’t is woll jar keens, wat?
Frau Buchner: Als ehemaliger Forstmann müssen Sie ja das wohl unterscheiden können.
Friebe: Na jewiß doch, det wär ja noch verrückter! was de nu de Fichte is . . . .
Frau Scholz (unterbricht ihn ungeduldig): Wir dürfen uns beileibe nich aufhalten Friebe. Meine Tochter hat extra gesagt: Daß Du mir Frieben schickst.
Friebe: Na . . . . i! . . . . meinswejen doch (mit einer wegwerfenden Handbewegung ab durch die Küchenthür.)
Frau Buchner: An dem habt Ihr wohl was?
Frau Scholz: I warum nich gar! ’n ganz verdrehter Zwickel. Wenn nich mei Mann . . . . na sehen Se, so war mei Mann; diese alte Schnupftabacknase, die war nu für ihn, die mußt’ er den ganzen Tag um sich haben, sonst war ihm nich wohl. Ein zu merkwürdiger Mann!