Hoffmann. Na—tür—lich! diese Geschichte!

Loth. Ich glaube, der Mann sollte mit Deiner jetzigen Frau verlobt gewesen sein.

Hoffmann. War er auch. — Und was weiter?

Loth. Ich erzähle Dir alles, wie ich es hörte, weil ich annehme: es kommt Dir darauf an, die Verleumdung möglichst getreu kennen zu lernen.

Hoffmann. Ganz recht! Also?

Loth. So viel ich heraus hörte, soll dieser Müller den Bau einer Strecke der hiesigen Gebirgsbahn übernommen haben.

Hoffmann. Ja! Mit lumpigen zehntausend Thalern Vermögen. Als er einsah, daß dieses Geld nicht zureichte, wollte er schnell eine Witzdorfer Bauerntochter fischen; meine jetzige Frau sollte diejenige sein, welche.

Loth. Er hätte es, sagten sie, mit der Tochter, Du mit dem Alten gemacht. — Dann hat er sich ja wohl erschossen?! — Auch seine Strecke hättest Du zu Ende gebaut und noch sehr viel Geld dabei verdient.

Hoffmann. Darin ist einiges Wahre enthalten, doch — ich könnte Dir eine Verknüpfung der Thatsachen geben ... Wußten sie am Ende noch mehr dergleichen erbauliche Dinge?

Loth. Ganz besonders — muß ich Dir sagen — regten sie sich über etwas auf: sie rechneten sich vor, welch ein enormes Geschäft in Kohlen Du jetzt machtest und nannten Dich einen .... na, schmeichelhaft war es eben nicht für Dich. Kurz gesagt, sie erzählten, Du hättest die hiesigen dummen Bauern beim Champagner überredet, einen Vertrag zu unterzeichnen, in welchem Dir der alleinige Verschleiß aller in ihren Gruben geförderten Kohle übertragen worden ist gegen eine Pachtsumme, die fabelhaft gering sein sollte.