Loth. Es wundert mich, daß Du dieses — Original — könnte man beinahe sagen, noch nicht kennst. Das Wirthshaus ist ja gleich hier nebenan das. Mir wurde gesagt, es sei ein hiesiger steinreicher Bauer, der seine Tage und Jahre buchstäblich in diesem selben Gastzimmer mit Schnapstrinken zubrächte. Das reine Thier ist er natürlich. Diese furchtbar öden, versoffenen Augen, mit denen er mich anstierte.

Kahl, der bis hierher sich zurückgehalten hat, bricht in ein rohes, lautes, unaufhaltsames Gelächter aus, so daß Loth und Hoffmann, starr vor Staunen, ihn anblicken.

Kahl unter dem Lachen hervorstammelnd. Woahrhaftig! das is ja ... das is ja woahrhaftig der ... der Alte gewesen.

Helene ist entsetzt und empört aufgesprungen. Zerknüllt die Serviette und schleudert sie auf den Tisch. Bricht aus. Sie sind ... — macht die Bewegung des Ausspeiens — pfui! Sie geht schnell ab.

Kahl die aus dem Bewußtsein eine große Dummheit gemacht zu haben, entstandene Verlegenheit gewaltsam abreißend. Ach woas! ... Unsinn! ’s iis ju zu tumm! — Iich gieh menner Wege. Er setzt seinen Hut auf und sagt, indem er abgeht, ohne sich noch einmal umzuwenden: ’n Obend!

Frau Krause ruft ihm nach. Koan Der’sch nich verdenken, Willem! Sie legt die Serviette zusammen und ruft dabei. Miele! Miele kommt. Räum ab! Für sich, aber doch laut. Su ane Gans.

Hoffmann etwas aufgebracht. Ich muß aber doch ehrlich sagen, Mama! ..

Frau Krause. Mahr Dich aus. Steht auf, schnell ab.

Frau Spiller. Die gnädige Frau — m — haben heut manches häusliche Aergerniß gehabt — m —. Ich empfehle mich ganz ergebenst. Sie steht auf und betet still, unter Augenaufschlag, dann ab.

Miele und Eduard decken den Tisch ab. Hoffmann ist aufgestanden und kommt mit einem Zahnstocher im Mund nach dem Vordergrund, Loth folgt ihm.