Frau Spiller nach einer Minute aus der Hausthür tretend. Die gnädige Frau will Dich behalten, wenn Du versprichst ....
Marie. Dreck! war ich er versprecha! — Foahr zu, Goosch!
Frau Spiller näher tretend. Die gnädige Frau will Dir auch etwas am Lohn zulegen, wenn Du ..... Plötzlich flüsternd. Mach Der nischt draus, Moad! se werd ok manchmal so’n bisken kullerig.
Marie wüthend. Se maag siich ihre poar Greschla fer sich behahl’n! — Weinerlich. Ehnder derhingern! Sie folgt Gosch, der mit dem Schubkarren vorangefahren ist. Nee, a su woas oaber oo! — Do sool eens do glei’ ... Ab. Frau Spiller ihr nach. Ab.
Durch den Haupteingang kommt Baer, genannt Hopslabaer. Ein langer Mensch mit einem Geierhalse und Kropfe dran. Er geht barfuß und ohne Kopfbedeckung; die Beinkleider reichen, unten stark ausgefranst, bis wenig unter die Knie herab. Er hat eine Glatze; das vorhandene braune, verstaubte und verklebte Haar reicht ihm bis über die Schulter. Sein Gang ist straußenartig. An einer Schnur führt er ein Kinderwägelchen voll Sand mit sich. Sein Gesicht ist bartlos, die ganze Erscheinung deutet auf einen einige Zwanzig alten verwahrlosten Bauernburschen.
Baer mit merkwürdig blökender Stimme. Saaa—a—and! Saa—and!
Er geht durch den Hof und verschwindet zwischen Wohnhaus und Stallgebäude. Hoffmann und Helene aus dem Wohnhaus. Helene sieht bleich aus und trägt ein leeres Wasserglas in der Hand.
Hoffmann zu Helene. Unterhalt ihn bissel! verstehst Du? — Laß ihn nicht fort — es liegt mir sehr viel daran. — So’n beleidigter Ehrgeiz .... Adieu! — Ach! Soll ich am Ende nicht fahren? — Wie geht’s mit Martha? — Ich hab so’n eigenthümliches Gefühl, als ob’s bald ..... Unsinn! — Adieu! ... höchste Eile! Ruft. Franz! Was die Pferde laufen können! Schnell ab durch den Haupteingang.
Helene geht zur Pumpe, pumpt das leere Glas voll und leert es auf einen Zug. Ein zweites Glas Wasser leert sie zur Hälfte. Das Glas setzt sie dann auf das Pumpenrohr und schlendert langsam, von Zeit zu Zeit rückwärts schauend, durch den Thorweg hinaus. Baer kommt zwischen Wohnhaus und Stallung hervor und hält mit seinem Wagen vor der Wohnhausthür still, wo Miele ihm Sand abnimmt. Indeß ist Kahl von rechts innerhalb des Grenzzaunes sichtbar geworden, im Gespräch mit Frau Spiller, die außerhalb des Zaunes, also auf dem Terrain des Hofeingangs, sich befindet. Beide bewegen sich im Gespräch langsam längs des Zaunes hin.
Frau Spiller leidend. Ach ja — m — gnädiger Herr Kahl! Ich hab — m — manchmal so an Sie — m — gedacht — m — wenn ... wenn das gnädige Freilein ... Sie ist doch nun mal — m — so zu sagen — m — mit Sie verlobt, und da .... ach! — m — zu meiner Zeit ...!