Liese ihr nachrufend. Schnell! S’ kimmt Jemand. Kutschenfrau zwischen Wohnhaus und Stallung ab.
Auguste. Blußig ok inse Frele.
Die Mägde räumen nun weiter die Schubkarren ab und schieben sie, wenn sie leer sind, unter den Thorweg, hierauf beide ab in den Kuhstall.
Loth und Helene kommen zum Thorweg herein.
Loth. Widerlicher Mensch! dieser Kahl, — frecher Spion!
Helene. In der Laube vorn, glaub ich ... Sie gehen durch das Pförtchen in das Gartenstückchen links vorn und in die Laube daselbst. Es ist mein Lieblingsplatz. — Hier bin ich noch am ungestörtesten, wenn ich mal was lesen will.
Loth. Ein hübscher Platz hier. — Wirklich! Beide setzen sich, ein wenig von einander getrennt, in der Laube nieder. Schweigen. Darauf Loth. Sie haben so sehr schönes und reiches Haar, Fräulein!
Helene. Ach ja, mein Schwager sagt das auch. Er meinte, er hätte es kaum so gesehen — auch in der Stadt nicht ... Der Zopf ist oben so dick wie mein Handgelenk ... Wenn ich es losmache, dann reicht es mir bis zu den Knien. Fühlen Sie mal —! Es fühlt sich wie Seide an, gelt?
Loth. Ganz wie Seide. Ein Zittern durchläuft ihn, er beugt sich und küßt das Haar.
Helene erschreckt. Ach nicht doch! Wenn ...