Loth. Helene —! War das vorhin nicht Dein Ernst?

Helene. Ach! — ich schäme mich so schrecklich. Was habe ich nur gemacht? — Dir ... Ihnen an den Hals geworfen habe ich mich. — Für was müssen Sie mich halten ...!

Loth rückt ihr näher, nimmt ihre Hand in die seine. Wenn Sie sich doch darüber beruhigen wollten!

Helene seufzend. Ach, das müßte Schwester Schmittgen wissen .... ich sehe gar nicht hin!

Loth. Wer ist Schwester Schmittgen?

Helene. Eine Lehrerin aus der Pension.

Loth. Wie können Sie sich nur über Schwester Schmittgen Gedanken machen!

Helene. Sie war sehr gut ....! Sie lacht plötzlich heftig in sich hinein.

Loth. Warum lachst Du denn so auf einmal?

Helene zwischen Pietät und Laune. Ach! .. Wenn sie auf dem Chor stand und sang ... Sie hatte nur noch einen einzigen, langen Zahn .... da sollte es immer heißen: Tröste, tröste mein Volk! und es kam immer heraus: ’Röste, ’röste mein Volk! Das war zu drollig .... da mußten wir immer so lachen .... wenn sie so durch den Saal .... ’röste! ’röste! Sie kann sich vor Lachen nicht lassen, Loth ist von ihrer Heiterkeit angesteckt. Sie kommt ihm dabei so lieblich vor, daß er den Augenblick benutzen will, den Arm um sie zu legen. Helene wehrt es ab. Ach nein doch ....! Ich habe mich Dir .... Ihnen an den Hals geworfen.