Loth. Ach! sagen Sie doch nicht so etwas.
Helene. Aber ich bin nicht schuld, Sie haben sich’s selbst zuzuschreiben. Warum verlangen Sie .....
Loth legt nochmals seinen Arm um sie, zieht sie fester an sich. Anfangs sträubt sie sich ein wenig, dann giebt sie sich drein und blickt nun mit freier Glückseligkeit in Loth’s glücktrunkenes Gesicht, das sich über das ihre beugt. Unversehens, aus einer gewissen Schüchternheit heraus küßt sie ihn zuerst auf den Mund. Beide werden roth, dann giebt Loth ihr den Kuß zurück; lang, innig, fest drückt sich sein Mund auf den ihren. Ein Geben und Nehmen von Küssen ist eine Zeit hindurch die einzige Unterhaltung — stumm und beredt zugleich — der beiden. Loth spricht dann zuerst.
Loth. Lene, nicht? Lene heißt Du hier so?
Helene küßt ihn ... Nenne mich anders ... Nenne mich, wie Du gern möcht’st.
Loth. Liebste! ............
Das Spiel mit dem Küssetauschen und sich gegenseitig Betrachten wiederholt sich.
Helene von Loth’s Armen fest umschlungen, ihren Kopf an seiner Brust mit verschleierten, glückseligen Augen, flüstert im Ueberschwang. Ach! — wie schön! Wie schön —!
Loth. So mit Dir sterben!
Helene mit Inbrunst. Leben! ... Sie löst sich aus seinen Armen. Warum denn jetzt sterben? .... jetzt ...