Loth. Das mußt Du nicht falsch auffassen. Von jeher berausche ich mich ... besonders in glücklichen Momenten berausche ich mich in dem Bewußtsein, es in der Hand zu haben, weißt Du!

Helene. Den Tod in der Hand zu haben?

Loth ohne jede Sentimentalität. Ja! und so hat er gar nichts Grausiges, im Gegentheil, so etwas Freundschaftliches hat er für mich. Man ruft und weiß bestimmt, daß er kommt. Man kann sich dadurch über alles Mögliche hinwegheben, Vergangenes — und Zukünftiges .... Helenen’s Hand betrachtend. Du hast eine so wunderhübsche Hand. Er streichelt sie.

Helene. Ach ja! — so ..... Sie drückt sich auf’s Neue in seine Arme.

Loth. Nein, weißt Du! ich hab’ nicht gelebt! ... bisher nicht!

Helene. Denkst Du ich? ... Mir ist fast taumelig ..... taumelig bin ich vor Glück. Gott! wie ist das — nur so auf einmal .....

Loth. Ja, so auf ein—mal ...

Helene. Hör’ mal! so ist mir: die ganze Zeit meines Lebens — ein Tag! — gestern und heut — ein Jahr! gelt?

Loth. Erst gestern bin ich gekommen?

Helene. Ganz gewiß! — eben! — natürlich! .... Ach, ach! Du weißt es nicht mal!