[32] „Supplément extraordinaire au Journal de St. Pétersburg. Nr. 36“; es enthält in französischer Sprache die 16 Artikel des Friedensvertrages zwischen Rußland und Persien.
[33] Dom Pedro von Portugal hatte Anfang Mai 1826 auf die Krone verzichtet, übertrug sie auf seine siebenjährige Tochter Maria II. da Gloria und verlobte diese mit ihrem Oheim Miguel, den er im Juli des nächsten Jahres zum Regenten ernannte. Kaum war dieser jedoch im Februar 1828 in Lissabon angelangt, so hob er die Verfassung auf und ließ diesen Gewaltstreich durch die wieder einberufenen alten Landstände, die Cortes, gutheißen und sich am 30. Juni zum absoluten König ausrufen. Die hieraus entstehenden Wirren sind erst 1834 zu Ende gegangen.
[34] Am 14. April 1828 erließ Kaiser Nikolaus I. das Manifest, das die Kriegserklärung Rußlands an die Türkei enthielt.
[35] Die geplante Begegnung kam nicht zustande; am 21. April/3. Mai 1828 schrieb der Prinz seinem Vater aus Petersburg: Ein vor vier Tagen wieder eingetroffener Kurir aus Weimar brachte die Nachricht, daß die Großfürstin Marie dennoch kommt.... durch die so verspätete Reise der Großfürstin ist also auch mir jede Möglichkeit genommen, sie zu sehen. Ihre Entscheidung meinetwegen mag nun ausfallen wie sie wolle.... die Gelegenheit mir zu nehmen, einen Krieg mit zu machen, den man wünschen darf im Vergleich zu allen anderen möglichen Kriegen, kann ich mir nicht möglich denken.
[36] Der König an Prinz Wilhelm, Potsdam, den 9. April 1828:.... Mit dem von hier abzusendenden Feldjäger geht ein Antwortschreiben von mir an den Kaiser ab. Es ist die Antwort auf das, was mir durch Alopeus zugekommen ist, benebst einer Kopie der Instruktionen, die unsere Gesandten in London, Paris und Wien erhalten, um, nach des Kaisers Wunsch das Recht (bei den besagten Höfen) geltend zu machen, seine Angelegenheiten mit der Pforte allein zu betreiben, d. h. dieser den Krieg zu erklären wegen der Verletzungen des Traktats von Akkerman und der in dem Hattischerif ausgesprochenen Beleidigungen Rußlands. So sehr ich nun auch dies Recht anerkennen muß, das als eine immidiäre Folge des deplorablen Trilateral-Traktats anzusehen ist, so unumwunden habe ich mich dennoch darüber aussprechen müssen, wie wünschenswert es gewesen wäre, dies in anderer Weise geltend zu machen, um auch den letzten Schein von sich zu entfernen, als sähe Rußland sich wegen dieser Angelegenheit für gänzlich entbunden an, sie mit dem Trilateral-Traktat in Verbindung zu bringen.... Nach meiner Ansicht wäre es noch jetzt nicht zu spät, die von mir angeschlagene Sprache gegen die übrigen Mächte zu führen, denn wenn keine Zeit verloren wird, so werden die Operationen bis zur Donau auf keine Weise gehemmt, aber die Meinung für Rußlands gerechte Sache würde in den Augen der Welt noch unendlich dadurch gewinnen müssen.....
[37] Am 22. September 1828 hatte der Prinz an seinen Vater aus Wien geschrieben: Alles (wegen meiner Abreise) würde sich freilich ändern, wenn ich entscheidende Antworten aus Weimar erhielte und zwar günstige; der 30. September wird alsdann dort ein wichtiger Tag und ich gerate aufs Neue zwischen zwei Feuer. Meine Ungeduld über diesen Punkt wächst mit jedem Tage.
[38] Von dort schreibt der Prinz am 10. Oktober 1828 an seinen Vater: Ich unternehme diesen entscheidenden, wohl für mein ganzes Dasein entscheidenden Weg mit allem Vertrauen zu Gott, daß er mich nach Seinem Willen leiten, führen und ans Ziel bringen wird. Ist dieser Weg Sein Wille nicht, so wird Er mir Kraft und Standhaftigkeit geben, um Prüfungen zu bestehen.
[39] Prinz Karl v. Preußen, der dritte Sohn Friedrich Wilhelms III. (1801/83), vermählt seit 1827 mit Maria v. Weimar (1808/77), der älteren Schwester der Prinzessin Augusta.
[40] Kleines Städtchen in der Nähe von Großheringen bei Weimar.
[41] Luise Augusta v. Hessen, die von 1775 bis 1828 mit Karl August von Weimar vermählt war.