[42] Fächer.
[43] Die Kaiserin-Mutter Maria Feodorowna (Sophie Dorothea von Württemberg), die Enkelin einer Schwester Friedrichs des Großen und zweite Gattin Pauls I. von Rußland, war am 25. Oktober 1759 geboren und starb am 5. November 1828 (vgl. S. 54).
[44] Der König teilte der Kaiserin-Mutter aus Charlottenburg am 26./28. Oktober 1828 die Verlobung seines Sohnes mit; der Brief hat die Adressatin, die am 5. November 1828 starb, nicht mehr erreicht. An ihrer Stelle antwortete Kaiser Nikolaus Mitte November desselben Jahres (Publikationen aus den Preußischen Staatsarchiven, Bd. 75, 1900, Nr. 410, 455). — Dem Brautpaar gratulierte Friedrich Wilhelm III. mit folgenden Zeilen: Charlottenburg, den 27. Oktober 1828. .... Ein unter so günstigen Umständen geschlossener Bund gewährt sich die heitersten Aussichten für die Zukunft und wird auch sicher von Gott gesegnet werden. Daß der Segen einer liebevollen Mutter nicht ausgeblieben wäre, hätte sie dies frohe Ereignis erleben können, dafür glaube ich Bürge sein zu dürfen. Daß der meinige dabei nicht ausbleiben kann, versteht sich von selbst und recht übermäßig habe ich zu Gott gebetet, daß er Alles zum Besten lenken wolle.
Deiner Auserwählten bitte ich in meinem Namen zu sagen, daß sie sowohl von mir als unserer ganzen Familie mit eben der Herzlichkeit und Zuvorkommenheit aufgenommen werden würde, wie ihre Schwester Marie und daß wir uns glücklich schätzen, sie von nun an als die unsrige betrachten zu dürfen....
[45] Die Belagerung des türkischen Warna am Schwarzen Meer, bei der seit Anfang September Kaiser Nikolaus zugegen war, bildete ein Hauptereignis des russisch-türkischen Krieges; sie ging am 9. Oktober nach einer Dauer von 89 Tagen zu Ende.
[46] Vgl. [S. 51, Anmerkung].
[48] Am 28. Dezember 1828 heißt es aus Weimar:.... Von den sehr zufriedenen Gesichtern, die mich hier empfangen haben, brauche ich wohl kaum eine Schilderung zu machen. Augusta war ganz content, wie es schien, mich wiederzusehen, und ich war es nicht minder. Sie war per attention bei meiner Ankunft nur in halber Trauer, das heißt in Grau, was mir gar lieb war, denn außer am Versprechungstag und dem Geburtstag der lieben, seligen Kaiserin sah ich sie nur schwarz....
[49] Am 17. Oktober 1828 hatte der König seinem Sohn aus Potsdam geschrieben: „.... Deine letzten Briefe aus Teplitz waren in der Tat mit so richtiger Fassungsgabe ausgesetzt, daß sie nicht leicht etwas zu wünschen übrig ließen und ich kann nicht unterlassen, Dir darüber meine ganze Zufriedenheit und mein ganzes Wohlgefallen auszudrücken. Wenn man so reist und beobachtet, wie Du, geschieht es mit Nutzen und trägt Früchte. Die politischen Unterredungen, die Du mit dem Kaiser und mit Metternich gehabt, haben ganz besonders meine Aufmerksamkeit in Anspruch genommen. Ich hoffe, sie sollen nicht ohne Nutzen geblieben sein für das, was jetzt fast ausschließlich die größeren Mächte Europas beschäftigt. Mehr ins Detail einzugehen ist jetzt nicht der Augenblick.“ Vgl. dazu: „Der Kaiser von Österreich und Metternich haben mit dem Prinzen Wilhelm in Wien sehr ernstlich über die griechisch-türkischen Sachen gesprochen und ihn für die österreichische Ansicht zu gewinnen gesucht. Der Prinz sagte dem Kaiser dagegen, Österreich habe sich die öffentliche Meinung und mit ihr manchen Vorteil entfremdet, weil es die Griechen gleich von Anfang so sehr herabgesetzt, wenigstens ihre Sache und ihren Mut hätte man anerkennen müssen; ‚Schauens, Sie mögen Recht haben‘, sagte der Kaiser.“ (Varnhagen v. Ense, Blätter aus der preußischen Geschichte, Eintragung vom 2. Dezember 1828.)
[50] In dem Briefe von Prinz Wilhelm an seinen Vater aus Weimar vom 5. März 1829 taucht zum ersten Male der Vorschlag des Prinzen an die Großfürstin auf, das mit ihrem Bruder, dem Zaren, geplante Wiedersehen nicht in Warschau, sondern in Berlin gelegentlich seiner, d. h. des Prinzen Wilhelm Vermählung mit Augusta zu ermöglichen; Prinz Wilhelm bittet seinen Vater, daß er seiner Tochter und seinem Schwiegersohne diesen Vorschlag machen soll.... „es wäre das Glückseligste, was mir geschehen könnte und ein Wunsch ginge in Erfüllung, an dessen Erreichbarkeit ich nie gedacht hätte.“ Am 15. März schreibt Prinz Wilhelm an seinen Vater: „Daß Sie an Charlotte schrieben, um sie nach Berlin einzuladen, noch ehe ich darum bat, ist gar zu prächtig.“