[315] Diese Zeilen lauten nach Victor Michels, Studien über die ältesten deutschen Fastnachtspiele (QF. 77. Heft), Straßburg 1896 S. 235: Lieber haller jch habe fast geeilt vnd ser poeß geschriben pittue mir daz nit verunclimpfen vnd wo ir eß nit lessen konet So schickt nach mir oppffere mich euch vnd all den euren zw allen wolgefallen wegenn vnd potten allezeit vnvertrossen.
[316] Der Beweis dafür würde sich allerdings nur durch eine Vergleichung der Schrift des betreffenden Abschnittes in Q 566, die übrigens sehr verblaßt sein soll, mit der von Hans Folz geschriebenen ehemals Habelschen jetzt Conradyschen Sammlung seiner Gedichte erbringen lassen.
[317] »do claupt auf die puczpirn« augenscheinlich eine sprichwörtliche Redensart, deren Sinn indessen nicht ganz klar ist. Das Wort »Butzbirne«, eigentlich »Birne mit dem Butzen«, kommt gerade in derartigen Redensarten mehrfach in der Bedeutung von Prügel, Ohrfeige vor; vgl. Grimms Wörterbuch II, 588 unter Butzbirne, VII, 2282 unter Putzbirne. Also etwa: da hebt denn die Prügel auf, da bedankt euch denn für die Prügel.
[318] »aposten« eine Pluralbildung von apostema. apostem — Geschwulst.
[319] Auktionskatalog von Ludwig Rosenthals Antiquariat in München. Auktion 22. April 1895, Nr. 1182. Der Preis betrug 86 M. Herr Ludwig Rosenthal hatte die Liebenswürdigkeit, dem Museum die hier folgenden Abbildungen aus dem Katalog geschenkweise zu überlassen.
[320] Roth. Verzeichniß aller Genannten d. größeren Raths. 1802. S. 32. Dipt. Laurent. in der Beschrbg. der Lorenzer Kirche S. 35 f. Waldau, Nürnberger Zion S. 21 f. Siebenkees Mat. Bd. II. 661. Literar. Blätter II. 304. Lochner, Die Personennamen in Albrecht Dürers Briefen aus Venedig. S. 37. Die im Nürnberger Stadtarchiv aufbewahrten Libri litterarum bringen ebenfalls verschiedene Male den Namen, so einen Cunhofer 1492, so einen Fritz Künhofer von Unterrüsselbach in den Jahren 1492 und 1493.
[321] Vgl. Krones in der Allgemeinen Deutschen Biographie XXXV S. 337, wie weitere Literatur, ferner Prantl, Geschichte der Ludwig-Maximiliansuniversität in Ingolstadt, Landshut etc. I. S. 137; vgl. auch II. 486 Nr. 16.
[322] Über die Geschichte der Imhofschen Kunstkammer haben in ihren Dürerbiographien Haller u. Thausing eingehend gehandelt.
[323] Die hier mitgeteilten Thatsachen verdanke ich der Güte des Herrn Joh. Ch. Stahl, der sie aus dem weitschichtigen Aktenmaterial auszog.
[324] Derselben Ansicht ist Mejborg, der den Gebäuden holländischen Charakter zuspricht: De gamle og de ny er omtrent ens; Indretningen er naesten overalt den samme, og saavel det indre som det ydre Udseende retter sig efter den hollandske Mode, der gör sig gaeldende fra Fanö til Helgoland (pg. 71).