Es war Pedro. Er war also auch entkommen. "Pedro, wo sind die andern?
Der Wirt? Wo ist der Wirt und der Koch?"

"Pedro haaat noch niemanden gefuuunden. Ist schon zweimal um den Saloooon gerannt. Hat noch niemand gefunden. Vorne ist der Saloooon total abgebrannt. Da hat keine Ratte überleeebt."

Wir gingen zur Vorderseite. Die war nur noch eine glühende Masse. Hie und da, wie geisterhaft, loderten die Flammen erneut aus der Glut.

Es war kein schönes Bild. Alles war abgebrannt. Obwohl mein Zimmer auf der Hinterseite war konnte ich jetzt von vorne hineinsehen. Nur die Hälfte des Zimmers stand noch. Wie ich herausfand, war Pedros Zimmer gerade neben meinem gewesen. Wir waren die einzigen Überlebenden.

Der Wirt war tot, der Koch auch. Schade um sie. Sie waren gute Leute gewesen. Glücklicherweise war es ein schneller Tod gewesen. Man fand kaum Überreste. Mehrere Gäste waren auch gestorben, doch man fand kaum Leichen. Alles war total verbrannt. Wie schnell doch das Leben enden kann. Wir Menschen sind so zerbrechlich.

Die Stimmung war bedrückt. Pedro schien besonders traurig, hatte er nicht nur seine Freunde verloren, sondern auch ein Quelle von Verdienst.

Wie froh war ich, dass ich meine Familie aus dem Haus gehohlt hatte. Sie hätten es nicht überlebt. So ein Holzschuppen, wie der "Whiskey Barrel" Saloon gewesen war, brannte zu schnell.

Ich vermutete, das es Brandstiftung war. Der Wirt war zu vorsichtig, als dass es aus Nachlässigkeit geschehen wäre. War es Billy Kane gewesen?

Ich schaute nach, wie es meinem Pferd "Flake" ging. Ich nannte ihn so, da er wie graue Flocken auf dem Fell hatte. Er war ja ein Apfelschimmel, hatte aber kein weiss, nur grau.

Er war unbeschert. Ich sah aber auch, dass die Pferde meiner Familie nicht mehr da waren. Ich schaute nochmal, und nochmal. Ging dem ganzen Corrals entlang. Sie waren weg.